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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
Seite
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Georges wird schon wissen, warum er es gesagt hat. ,, Bon Jour, Monsieur!" Mit seiner Stockspitze stößt mich der Fremde an. Ich fahre hoch. ,,?" Die Hand am Ohr haltend, markiere ich den Tauben. Er kann reden, fra­gen, schreien.?" Ich höre nichts. Achselzuckend wen­det er sich ab und verläßt das Feld.

Georges hat ihm gesagt, ich sei ein Verwandter aus Ros­sult, für einige Tage hier, und oben nicht ganz richtig. Gerade kein Lob für mich, aber vielleicht der rechte Ausweg bei lästigen Fragestellern.

,, Georges, wer dieser Mann?", Camarad Maboule. Ca­marad travail, vous dormirez dans votre lit."

Herrje, das ist der andere, mit dem ich das Bett teile. Nun bin ich umgezogen. Es kommt vor, daß zu später Nachtstunde oder zeitig am Morgen einer der Familie zum Taubenschlag gelaufen kommt.

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, Willy, allez! Maboule ici!" Dann geht es holterdipol­ter raus aus dem Bett, rein in die Hosen, die Leiter hinab und ins Haus. Wohl weiß der Mann, daß ich ein Ver­wandter bin, daß ich in seinem Bett schlafe, ist ihm aber unbekannt. Im Hause zu übernachten, ist mir zu gefähr­lich. Tagsüber bin ich jetzt allerdings ständig in der Wohnung. Der Radioapparat übt eine magische An­ziehungskraft auf mich aus. Seitdem die Meldung kam

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Paris befreit-, habe ich keine Ruhe mehr. Am lieb­sten nähme ich die Straße unter die Füße. Morivals raten ab. Hier soll ich warten, bis die Alliierten kommen. Was ist nun das Richtige? Zwischen dem Gefühl des Gebor­genseins und dem Verlangen weiterzuziehen, werde ich selbst hin- und hergeworfen.

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Vorerst habe ich mich hinten im Schuppen mit etwas Werkzeug eingerichtet und bastle für die Kinder Spiel­zeug. Wehe, wenn ich mich mit einem von ihnen zuviel abgebe. Die Kleinen spüren es sofort und sind schnell eifersüchtig. Und Jenny? Sehr oft steht sie neben mir. und schaut meiner Arbeit zu. Kommt sie nur der Arbeit wegen? Ich fürchte, und möchte doch dem Kameraden Georges gegenüber ehrlich bleiben. Ich bin ihm doch zu Dank verpflichtet.

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Bis jetzt ist zwischen uns dreien die Politik nie erörtert worden. Seitdem ich ein Wörterbuch besitze und dadurch die Verständigung besser ist, streifen wir ab und zu auch

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