Druckschrift 
Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen

Hinter d

So gehen die Tage dahin. Von einem Fortgehen ist keine Rede mehr. Ich fühle mich geborgen, und stündlich schließen sich die Kinder enger an mich. Auf den Feld­stücken Morivals ist genügend Arbeit. Er selbst ist häu­fig krank, hat es an der Lunge-. Und seine Frau Jenny ist jung. Fünfundzwanzig Jahre alt, fünfzehn Jahre jünger als er. Und sie ist gesund. Und auch ich bin ge­sund und jung. Wir haben beide noch kein Wort ge­sprochen, welches über den Rahmen einer Kameradschaft hinausginge. Beide spüren wir, daß wir uns in eine Gefahr begeben.

-

-

Ich soll umsiedeln. Soll aus meinem kleinen Quartier hinüber ins Haus. Etwas in mir sträubt sich dagegen. Kaum werde ich dort so unbeobachtet hausen, wie hier auf dem Felde. Andererseits tue ich George einen Ge­fallen. Vieles kann ich ihm im Hause helfen und ab­nehmen. Er ist krank und unbequem ist es, täglich das Essen zur Hütte zu tragen.

"

, Willy Soir vous Meason." ,, Oui, ich komme."

-

Nur zu gern folge ich der Einladung, allein schon wegen des Radioapparates. Einen Vorteil hat es, als Fremder unter Fremden leben zu müssen. Ob ich will oder nicht. Ich muß in die französische Sprache eindringen. Ich muß versuchen, mir Vokabeln, Worte und Sätze zu merken, um mich verständigen zu können. Gleichzeitig lernen Morivals und besonders die Kinder von mir Deutsch . Manche Mißverständnisse tauchen auf. Viele Male klingt herzhaftes Lachen durch den Raum. So, als ich zum ersten Male das Wort, Cabinet" höre. Immer habe ich gedacht, ein Cabinet sei eine Stube, eine Schlaf­kammer. Hier muß ich lernen, daß es der Abort ist. Nachdem wir uns verstanden haben, will das Gelächter kein Ende nehmen.

In einem bewundere ich meine Gastgeber. Sie schlagen sich eben so durch das Leben. Ärmlich genug geht es bei ihnen zu. Zum Hausstand gehören außer den Eltern drei Kinder und eine alte Mutter. Das Häuschen bedarf einer gründlichen Instandsetzung. Überall sieht man ange­baute Ecken. Hier ein Ställchen, dort ein kleiner Schup­pen. Ein richtiges Mosaik. Und trotz der offensichtlichen Not wird peinlich darauf geachtet, daß ich mich bei ihnen wohl fühle.

46

Eine kle mehr, da Wieder

machen

schlagen

Willy, Nun ist Nicht nu endgülti

den. Nach la

Georges

Bahnwa

was gei

Tauben die Hüt ,, Bon G ich ihr Das mu

einem r Heute

Mit

Feld. M

Immer

sprunge

O Wil

nèst pa

Maboul

spreche

wiesene

komme

stieren

Augen

zige, z

ist er.

Der Fa

unterh

, b

arbeite

für bl

Warnu