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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
Seite
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,, Essen sollte ich mit Ihnen? O ich Kamel! Gehört habe ich Sie gut, Patron, nahm aber an, Sie wollten mich weiterschicken. Können Sie verstehen, daß ich mal ruhig und sicher unter einem Dach schlafen wollte? Nicht immer fluchtbereit wie ein Hase in seinem Lager. Darum habe ich mich nicht gemeldet."

,, Schade, ich hätte mich gerne mit Ihnen ein wenig unter­halten." Nachträgliches Bedauern zeigt sich auf seinem Gesicht.

,, Jetzt am Tage habe ich sehr wenig Zeit. Sie sehen, dauernd liefern die umliegenden Bauern ihre Milch. Die Feldarbeit muß eingeteilt werden, überall muß ich dabei sein. Im übrigen kommt heute noch ein Kommando der Wehrmacht , um Produkte abzuholen. Ich kann nicht ver­antworten, daß Sie dann noch hier sind. Gleich schicke ich Ihnen das Mädchen mit dem Frühstück, später komme ich noch einmal."

Er geht zum Hof und gibt seinen Leuten Arbeitsanwei­sung. In einer Tasche verpackt bringt ein junges Mädel mein Essen.

,, Bon jour, Monsieur. J'ai manger pour vous. Bon appetit." ,, Merci beaucoup, merci."

Eifrig packt sie die Tasche leer. Ich staune nur, was da alles zum Vorschein kommt. Weißbrot, Butter, Speck, eine Flasche Bier und ein Zweiliterkrug, gefüllt bis an den Rand mit köstlicher, gekühlter Milch. Die Augen gehen mir über. Lang, lang ist es her, daß ich so gut ge­gessen habe. Neben mir sitzt die Kleine und sieht beim Essen zu. Bestimmt hat der Holländer über mich ge­sprochen. Ab und zu sprudelt sie ihre französischen Worte heraus, von denen ich nur einige verstehe. Schade, Mädchen, daß ich nicht bleiben darf. Ich würde im Umgang mit dir bald eure Sprache erlernen. ,, Exsusez moi, Mademoiselle, avez vous une gazette pour pour-?"

-

Herrje! Wie sage ich ihr bloß, daß ich das Brot für spä­ter einpacken will? Handbewegungen müssen helfen, und bald hat sie mich verstanden. Hellauf lacht sie.

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-

,, O non, vous mangerez tous." Tous? Was heißt das nun wieder? Verständnislos gucke ich sie an. Immer noch lachend nimmt sie das Brot und schiebt es mir in den Mund.

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