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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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ren. Morgen früh beim Sonnenschein sieht alles wieder rosiger aus.

So, die Brücke wäre passiert. War gar nicht so schlimm. Gestern abend habe ich sie gesucht und nicht gefunden. Dabei brauchte ich nur hundert Meter weiter­zugehen, und ich hätte jetzt sicher schon französischen Boden unter den Füßen.

Nun heißt es die Augen offenhalten. Jeden Moment muẞ die Grenze mit ihrer Markierung in Sicht kommen. Da, linker Hand, steht ein Schilderhaus mit Schlagbaum. Zwei Zöllner aalen sich in der Frühsonne. Dort durchzu­gehen möchte ich nicht riskieren. Wer weiß, ob die beiden so gut gefrühstückt haben, daß sie mich vorbeilassen würden. Zur Rechten sehe ich Leute Kartoffeln im Gar­ten buddeln. Auf der Straße davor pendelt ein weiterer Zollbeamter hin und her. Mir scheint, wenn ich über diese Straße hinweg bin, habe ich auch von Belgien nach Frankreich hinübergewechselt.

Also setzen wir uns erstmal an den Grabenrand und be­schnuppern wir die ganze Angelegenheit aus sicherer Entfernung.

Hm, es müßte eigentlich klappen. Ein kleines Gespräch mit den Kartoffelbuddlern zur Information und dann mit geschulterter Hacke durch den Hintereingang in den Hof. Wenn ich dann durch die Haustür die Straße be­trete, wer will sagen, daß ich nicht dahin gehöre. Eben pendelt der Grenzer seinen Weg zurück. Es sind zirka dreihundert Meter, ehe er umdreht. Die Zeit könnte reichen.

Die Leute im Garten sind leicht erstaunt, als ich er­scheine und eine dortliegende Hacke aufnehme. Es ge­nügen von mir einige aufklärende Worte, und sie lassen mich gehen. Am Straßenende dreht eben der Grenzposten um. Ich kreuze die Straße und bin in Frankreich !

-

Die Grenze liegt seit einer halben Stunde hinter mir. Asq, ein kleines Industriestädtchen, erreiche ich. Schorn­steine ragen in den Himmel, Häuserruinen recken ihre brandgeschwärzten Mauern empor. Hier haben Bomben gewirkt. Zwei Jungarbeiter stehen beisammen, müde, rußige Gesichter, ölverschmierte Kittel.

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