STRASSENBILD
Links die Fabrik mit steilem Schlot Und rechts ein langes, graues Haus. Im Hintergrunde farbentot
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Ein Hügel. Und die Welt ist aus.
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Darüber gießt der Philosoph,
Der Mond, sein bleiches Lächeln aus. Die Säge schwirrt. Und aus dem Hof Tönt Pfiff und Ruf durchs leere Haus.
Die Telegraphenstange träumt
Am Eck. Die Fenster starren leer.
Und über eine Mauer schäumt
Ein junger Busch, von Knospen schwer.
Die Amsel übt ihr Nachtgebet
Und wundert sich, daß Frühling ist: Der Morgen kommt, der Abend geht- O Herr, daß du so ferne bist!
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