HERBST 1944
Der Herbst mit seinem nassen Gewand Fegt rauschend über das nackte Land. Weine, o Erde!
O weh, wie weht es die Blätter hinab!
Sie ziehen die Hoffnung, die Hoffnung zu Grab,
Daß Frieden werde.
Ich schlepp' mich zur Arbeit, ich schlepp' mich nach Haus Von einer Baracke zur andern.
Der Krieg, ja, der Krieg ist noch immer nicht aus.
Das Elend zieht mir die Seele aus,
Und die Jahre, sie wandern.
Die Erde schmilzt, und der schmatzende Kot Zernagt mir die Sohlen. Die Sonne ist tot.
Die Nebel ziehn- und dahinter,
Die Stirn umdroht
Von gierender Not,
Heult brüllend zu Tale der Winter,
Der Winter, der sechste Winter!
Der Himmel zerreißt! Und dahinter!?
Nicht mich!
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Geh vorüber!- Tod.-
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