-
347
-
meint schließlich:, Bei mir san's nöt vorg'sehn, vasuchn's halt amal beim Fegfeuer!', O mei, o mei!', klagt der Bierdimpfl und zieht von dannen. Im Fegfeuer wird wieder ein dickes Buch gewälzt und nachgeforscht; niemand weiß über die Leich' Bescheid und von neuem kommt die Weisung: Bei uns san's falsch! Probiern's halt in der Höll'.... Dem guten Münchner wird's ach und weh, aber als folgsamer Deutscher macht er sich auf und klopft an die Eisentür der Hölle. Auf einen dumpfen Laut von drinnen tritt er ängstlich ein, baut sich stramm an der Tür auf, reißt sein kleines Mützchen ab und meldet dem Teufel, der die Wache hat, gehorsamst seine Ankunft... der donnert ihn wegen genauer Angaben an. Zitternd gibt der Eingetretene Auskunft, der Teufel schlägt nach, sucht und sucht, kann aber gleichfalls nichts von dem Münchner finden. Gottlob, seufzt der Bierdimpfl auf und faßt sich in seiner Zufriedenheit ein Herz, ganz behutsam zu fragen:, Ach, sagn's Herr Hauptsatan, Sö komm'n mer so bekannt vor- war'n Sö nöt amal Scharführer in Dachau ?, Brr- hmmmm!' knurrt der Teufel nur und brüllt dann:, R- rraus mit dir, du Mistbiene, sonst brech' ich dir die Knochen im Leibe!' Unser guter Münchner war wie der Blitz wieder draußen und wußte nun nicht mehr wohin. Schließlich geht er zum Himmel zurück und schildert dem heiligen. Petrus seinen Mißerfolg, bis dieser von ihm nochmals genaue Angaben verlangt: wo und wann geboren usw. Petrus wälzt ein dickes Buch nach dem anderen endlich findet er auch unseren Bierdimpfl.
-
-
und
,, Na ja, Mann", ruft Petrus entrüstet durch das Schiebefenster im Himmelstor ,,, was wolln's denn schon hier? Sö ha'm ja no zwanzig Jährle zu leben drunten, hörn's!"
,, Ja mei", entschuldigt sich Bierdimpfl ,,, I hätt's ja au' nur z'gern tan, verstehn's, Herr Petrus , aber in Dachau ham's mi' halt umg'bracht!"- ,, So- so, in Dachau war'ns, da schau her, warum ham's denn dös nöt glei' g'sagt. Da ham'mer tausende, die no' lang hätt'n am Leben bleiben sollen un' dö zu uns ha'm nauf


