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dauer eines Menschen so gut wie keine Grenze gesetzt ist, solange bei ihm ein starker Wille und festes Gottvertrauen die Oberhand behalten... o, wunderbare Macht des Leidens und der Läuterung!
Draußen in der bewohnten Welt, die das talabwärts rollende Bähnlein nun durchschnitt, schien es wieder mal Frühling werden zu wollen, allen Kriegswirren, allem Leiden und Sterben zum Trotz. Das rauhe, karge Bergland bekam davon wenigstens einen bescheidenen Schimmer zu spüren in Gestalt eines blaẞblauen Himmels und schüchternen Sonnenscheins. Von allen Ecken und Enden her rieselte und tropfte es, Rinnsale eilten den Bächen, den Flüssen, dem großen Strome zu. Die gewaltige, unerschütterliche Natur war im Aufbruch, eisige Ketten waren zersprengt, die Fluten im Marsche und sie selbst, die Überlebenden des tückischen Winters da droben, auch sie waren auf dem Marsche.. walte Gott , zu einem menschenwürdigeren Dasein.


