Print 
Priesterschicksale : Lustrum luxaturae : Erlebnisse, Erinnerungen und Erkenntnisse aus schwerer Zeit (1933 - 1945) / erzählt vom Onkel Klemens
Place and Date of Creation
Page
93
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

sich selbst n nun über

inder, und Erziehung

erden.

Re­

olung. Nie

rohe Über­

immer ein

hier in Neusatzeck stand das Haus wieder einmal wochen­lang leer, bis die letzten Umsiedler kamen: 250 Elsässer. Wie diese zu uns kamen, wie sie bei uns lebten, das soll in einem besonderen Abschnitt erzählt werden. von St. Anna in Neuß mit ihren vorbildlichen und ihrem tüchtigen Dechant Liedmann haben Neusatzeck bis zur Stunde in bester Erinnerung behalten.

Die Kinder Schwestern

Haus war nd die Kin­Gottesdienst

ch oft halbe

and nie gab Bburg wur­aufgenom­iedern und bezaubert.

Fehler: sie Gefahr des müßte Platz en. Da sich kurzerhand Frist nicht men und in Schwestern Jungen in Gepäck nach

bald nach sie sangen ssion durch Bevölkerung Veranlasser

cht war die Darauf wur­gte NSV nun Zuletzt wur­wirklich eine lernen Hero­

r Fahrt nach 2. September

gewalt. Wir s der ameri­

Heim. Und

23. Die verbannten Elsässer.

Wir erstaunten nicht wenig, als eines Tages Auto um Die Leute kamen Auto anrollte und ganze Familien ablud. aus dem Schwabenland, stammten aber aus dem Elsaß , die meisten aus der Gegend von Thann , von der schweizer Grenze und aus der Gegend zwischen Straßburg und Schirmeck . Sie kamen also in das zweite und dritte Lager. Wie die Slo­wenen stellten sie mit Genugtuung fest, daß mitten im La­ger eine Kirche steht. In Gruppen umstanden sie mich und erzählten mir ihre Schicksale. Ihre Männer und Söhne hatten bei Kriegsausbruch im französischen Heer gekämpft, waren dann in die Heimat zurückgekehrt, weil man ihnen deutscherseits zugesichert habe, eine Verpflichtung für das deutsche Heer käme nicht in Frage. Mit der zunehmen­den gespannten deutschen Kriegslage wurden die Elsässer aber immer mehr aufgefordert, sich freiwillig beim deut­schen Heer zu melden. Sobald nun ihre Söhne und Män­ner gemerkt hätten, aus der Freiwilligkeit Zwang werde, hätten sie heimlich ihr Heil über der schweizerischen und französischen Grenze gesucht. Die Angehörigen sollten diese Flucht bitter büßen müssen. In wenigen Stunden wurden diese Familien durch SS- Formationen in Haft ge­nommen, ihr Hab und Gut enteignet und sie selbst in Lager diesseits des Rheines gebracht. Sie sagten, wenn sie nicht Kirchen und Priester gefunden hätten, die sich ihrer annah­men, hätten sie ihr schweres Los wohl kaum ertragen kön­nen. Wir gaben ihnen am Sonntag einen eigenen Gottes­dienst zu einer Zeit, da der Lagerführer meist nicht da war oder nichts einwenden konnte, nämlich abends um 26 Uhr. Die Kinder erhielten Religionsunterricht und allen wurde reiche Gelegenheit für den Sakramentenempfang gewährt. Schwieriger war die Sorge um die Kranken. Wir durften ja das Lager nicht betreten. In einem Fall schleppten die

daß

93