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Einmal fiel ich in Ungnade, weil ich auswärts einen Staubsauger für die Kirche gekauft hatte und den Kauf ‚nicht durch die Vermittlung unseres Dorf-Stromwartes ge- tätigt hatte. Er erklärte mir den Krieg mit den Worten: „Herr Pfarrer, ich werde keinen Pfennig mehr in den Klin- gelbeutel werfen, und meiner Frau habe ich das Opfern auch verboten.“ Ich fragte, was denn der Staubsauger bei ihm gekostet hätte. Er nannte mir eine Summe, die die Kaufsumme um 50 Mark überstieg,. Da gab ich ihm zur Antwort:„Ihrer Frau das Klingelbeutelopfer zu verbieten haben Sie kein Recht, das ist ein grober Eingriff in die per- sönliche Freiheit Ihrer Frau. Übrigens wird Ihre Frau nicht so dumm sein und Ihnen da folgen. Sie selber können ruhig Ihr Opfer einstellen, ich werde immer noch einen großen Vorteil haben, weil Sie in 10 Jahren keine 50 Mark in den Klingelbeutel werfen. Als Pfarrer habe ich aber die Pflicht, für das Gotteshaus nicht gerade beim teuersten Kaufmann einzukaufen.“ Er grollte, aber ich glaube, er hat sich spä- ter bekehrt.
Im letzten Jahre meiner Tätigkeit in N. erlebte ich noch eine groteske Geschichte. In meiner Kirche stand eine schwarze Fahne, die bei Beerdigungen benützt wurde. Sie konnte wirklich zur Trauer stimmen, denn sie war zer- schlissen, hatte alle Form und alle Farbe verloren. Ich ließ eine neue anfertigen, die etwas über 200 Mark zu stehen kam. Im Pfarrblatt bat ich dann um ein Almosen für die neue Fahne. Ich schrieb:„Wenn jede Familie im Durch- schnitt 2 Mark spendet, ist die Fahne bezahlt.“ Weil ich je- doch meine Nörgler zu gut kannte, fügte ich die Bemerkung bei:„Wenn jemand lieber die alte Fahne benützen will, so braucht er natürlich nichts zu stiften für die neue.“ Daraufhin erschien in der Bodensee-Rundschau ein wütender Artikel, der in der Weisheit gipfelte:„Da könnt ihr sehen, ihr armen Witwen, wie der Pfarrer über euch denkt. Für die Geld- Protzen hat er eine neue Totenfahne gekauft, den Armen wird der alte Fetzen vorangetragen.“ Und pathetisch rief der Artikelschreiber:„Wo bleibt das viele Geld des Klingel- beutels? Wir verlangen Rechenschaft!“ Diese Rechenschaft sollten die Herrschaften erhalten. Am folgenden Sonntag stellte ich die neue Fahne in den Chore der Kirche. Nach der Predigt sagte ich ungefähr:„Nun wird die neue Fahne ihre kirchliche Weihe erhalten. Einige haben sich wegen der Anschaffung dieser Fahne aufgeregt und haben mich in
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