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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Lagerältester Eiden an ihrer Spitze. Es passieren auch schon die er­sten Panzer die Straße nach Hottelstedt- SS - Revier. Sie dringen in das Kommandanturbereich ein und durchfahren es, ohne sich aufzuhalten, in Richtung Weimar . Am Tor wurde die schwerbewaffnete Wache überwältigt. Kameraden vom Lagerschutz erstürmten den Turm, mon­tierten das schwere MG. ab. Die ersten Handgranaten und Panzer­fäuste wurden erbeutet. Auch an der hinteren Seite des Lagers wurden die Zäune durchbrochen und die Wachtürme gestürmt.

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Buchenwald in den Händen der Antifaschisten

Um 15.15 Uhr flattert die weiße Fahne auf dem Turm 1. Das Lager rast. Alles will Waffen und drängt nach außen. Die Kasernen werden gestürmt. Überall werden Waffen erbeutet, ins Lager gebracht und neue Gruppen mit ihnen ausgerüstet. Die ersten Gefangenen werden eingebracht. Der Lager älteste schickt seinen ersten Aufruf durch das Mikrophon: ,, Kameraden! Die Faschisten sind geflohen. Ein interna­tionales Lagerkomitee hat die Macht übernommen. Wir fordern euch auf, Ruhe und Ordnung zu bewahren. Das Lager wird gesichert. Bleibt, soweit ihr nicht eingeteilt seid, in den Blocks!" Das Lager ju­belte und blieb nicht in den Blocks. Jeder wollte eine Waffe und wollte dabei sein. Ein seit 1933 in Haft befindlicher Kommunist begrüßte die ersten, den Durchbruchspanzern folgenden Spähwagen und gab ihnen Auskunft. Ununterbrochen rollten die Panzer über die Straße. Lau­fend wurden SS - Leute, Soldaten und in Uniform gesteckte Hitler­jungen eingebracht. Das Schlachtfeld war mit abgerissenen Achsel­stücken und den sonst so beliebten Sternen bedeckt. Zwei tote SS­Leute lagen an der Straße... Einer der gefährlichsten SS - Männer, die Buchenwald kennengelernt hat,- SS- Unterscharführer Heinrich- suchte in gestreifter Häftlingskleidung das Weite. Er wurde erkannt und eine Salve aus der Mpi setzte seiner schwarzen Seele ein Ende.

Das internationale Komitee hatte sofort nach Auftauchen der ersten Panzer seine Arbeit aufgenommen, und als gegen Abend die ersten amerikanischen Offiziere den Kommandanturbereich betraten, war be­reits durch die militärische Leitung eine Sicherheitskette um das ganze Lager gezogen... Die amerikanischen Offiziere sprachen sich anerken­nend über das tatkräftige Handeln der Häftlinge aus und sagten, nach­dem sie über die Lage informiert waren, alle mögliche Hilfe zu.

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