Druckschrift 
Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
Entstehung
Seite
106
Einzelbild herunterladen

beschüt

Am Abend war es dann mit Mühe und Not der SS gelungen, einen Bruchteil der im Lager befindlichen Juden auf dem neben dem Lager gelegenen Gelände der DAW. zum Abmarsch zu sammeln.

Am nächsten Tage wiederholte sich das Schauspiel nochmals. Zwei Tiefangriffe amerikanischer Flieger wurden von uns als wertvolle Unter­stützung unserer Bestrebung begrüßt. Während der Luftangriffe muẞ­ten wir in die Baracken. Dadurch wurde die Evakuierung wieder um einige Stunden verschleppt.

Am Abend des 5. April war schließlich die Judenaktion abgeschlos­sen. Nach zwei Tagen hatte die Lagerführung einen Teil der Juden zum Abtransport gesammelt. Ein Vorgang, der sonst normalerweise in zwei Stunden erledigt gewesen wäre, dauerte durch unsere Taktik der Verschleppung und Sabotage zwei volle Tage. Immerhin ein guter Erfolg unserer hinhaltenden Handlungsweise.

Jetzt holte die Lagerführung zu einem zweiten Schlage aus. Wir aber blieben die Antwort nicht schuldig.

46 Todeskandidaten

den Mörderklauen der SS entrissen!

Am 6. April frühmorgens vor dem Appell erhielten 46 gute, anti­faschistische Kameraden der verschiedensten Nationen die schriftliche Aufforderung, am Lagertor anzutreten. Allen war es sofort klar: diese Kameraden, in denen die SS - Lagerführung die führenden geistigen und organisatorischen Kräfte des Widerstandes sah, sollten liquidiert werden.

Da wir durch unsere Verbindung zur Schreibstube schon am Vor­abend von diesem geplanten Mord Kenntnis erhielten, benachrichtig­ten wir die betreffenden Kameraden sofort und verbargen sie noch in derselben Nacht in den verschiedensten Stellen des Lagers. Sie wurden im Schweinestall, in dem Häftlingskrankenrevier eingemauert, unter den Fußböden der Baracken verborgen. Sie verbargen sich tief in Kanalschächten oder wurden in Kisten eingenagelt und auf Magazine gestellt.

Als dann am Morgen des 6. April die schriftliche Aufforderung er­ging, war keiner dieser Kameraden aufzufinden. Keiner meldete sich am Tor. Der Schlag der Lagerführung war ins Leere gegangen, und zwar in zweifacher Hinsicht. Erstens einmal waren ihnen ihre Opfer entgangen, sie wurden in den nächsten Tagen sorgfältig behütet und

106

der Ere Suchakt

und den

Aber

rung ein

den 46

terirdis

so hatte

tischen Aktivs

nicht, w gebliebe

weis, da und sell

Sonn

und La

schwad

die SS

beginne

es werd

mandos viele bi

dieser k

liegen u

matori

Im L

der bes

und es

südöstl spitzen

Die SS

erzählt linie a

restlos

Tage.

der K

Million

teilten