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Schreibstube, die Blockältesten, der Lagerschutz und die Feuerwehr, in jahrelanger, unermüdlicher Kleinarbeit von uns mit zuverlässigen Antifaschisten besetzt worden waren. Verschleppung der Evakuierung war vorläufig die einzige Möglichkeit. Jeder Tag Verzögerung war für uns ein Gewinn. Es galt, jetzt tapfer zu sein und nicht die Nerven zu verlieren. Am Morgen des 4. April begannen die Evakuierungen mit der Aufforderung, die aus den Lautsprechern in allen Baracken ertönte: ,, Alle Juden auf dem Appellplatz antreten!""
Jetzt galt es zu handeln. Wie ein Lauffeuer ging unsere Parole durch das Lager: ,, Die Juden treten nicht an, alles bleibt in den Baracken."
Leer und verlassen lag der Appellplatz, leer blieben die Lagerstraßen. Wertvolle Stunden verstrichen, wertvolle Stunden für uns, denn mit jeder Stunde konnten die Amerikaner dem Lager näher kommen. Eine solche Nichtbefolgung eines Befehls war in der Geschichte des Konzentrationslagers ein Novum, war offene Meuterei. Die SS - Lagerführung, die jetzt wohl merkte, daß hier eine organisierende Kraft vorhanden war, ließ es noch nicht auf eine Kraftprobe ankommen. Die 40000 im Lager zusammengeballten und zum Widerstand entschlossenen Häftlinge, die offensichtlich unter einer entschlossenen Führung standen, flößten ihnen, ob sie wollten oder nicht, doch Respekt ein.
Als dann im Laufe des Vormittags die Aufforderung aus den Lautsprechern erklang: ,, Alles auf dem Appellplatz zum Appell antreten", beschlossen wir, da wir es noch nicht auf Biegen und Brechen ankommen lassen konnten, unter Verzögerung gemeinsam mit den übrigen Kameraden zum Appell anzutreten. Als dann, wiederum nach Stunden, die 40000 Insassen des Lagers wohlgeordnet in Blocks, jede Baracke für sich, angetreten waren, rückte die bewaffnete SS ins Lager ein. Die SS - Leute begannen, die Juden einzeln herauszusuchen, das war insofern leicht, als die jüdischen Kameraden in besonderen Baracken lagen und deshalb auch gesondert aufmarschiert waren. Ein großer Teil Juden verdrückte sich mit unserer Hilfe in die aufgestellten Kolonnen der anderen Häftlinge. Als es dann schließlich der SS mit Knüppelhieben, Fußtritten und viel Gebrüll gelungen war, einige Hunderte Juden auf einer Stelle zusammenzutreiben und mit einer Kette des Häftlingslagerschutzes und der Häftlingsfeuerwehr zu umstellen, gelang es den jüdischen Kameraden immer wieder, diese Postenkette, die offensichtlich mit den Juden sympathisierte, zu durchbrechen und sich in die übrigen Haufen zu verdrücken. Wieder wurden sie zusammengetrieben, wieder brachen sie durch, und so ging es den ganzen Tag.
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