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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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Auf diese Weise lernten die SS - Verbrecher, die sich Ärzte nannten, die Technik des Injizierens, und auf ähnliche verbrecherische Art operierten sie auch Blinddarm, Leistenbrüche u. a. Hätten Häftlingspfleger nicht so gut achtgegeben, dann wären die Zahlen der nach Operationen Ge­stor benen noch viel höher gewesen. Bei diesen Eiseletypen galt eben der Grundsatz, wird der Patient gesund, hat er Glück gehabt, stirbt er, dann hat er Pech gehabt. Auf diese Weise wurden in den Jahren des Bestehens von Buchenwald tausende von unschuldigen Menschen aller Nationen ermordet.

Arno Liske, Leipzig , Buchenwald - Häftling Nr. 568

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Block 46 Häftlinge als Versuchskaninchen

zu medizinischen Zwecken!

Block 46 war allen Buchenwalder Häftlingen, die einige Zeit im La­ger waren, bekannt. Was darin vorging, wußten aber nur sehr wenige. Block 46 war einer der in Buchenwald üblichen Wohnblocks. Ein grauer, einstöckiger Steinbau. Ein Schild war unten an der Tür des doppelten Stacheldrahtzaunes angebracht, mit der Aufschrift:

,, Achtung! Infektionsgefahr! Eintritt nur mit Genehmigung des lei­tenden Arztes." Unterschrift: SS- Stubaf. Dr. Ding.

Dieser Herr Dr. Ding, bei meiner Ankunft in Buchenwald 1938 SS­Ustuf. und Lagerarzt, war ein brutaler, unfähiger und affektierter Fatzke, dem der Sitz einer sehr eleganten Uniform wichtiger erschien als die ganze medizinische Wissenschaft. Ja, sauber und wohlriechend war dieser Dr. Ding immer.

Eigentlich zu sauber und wohlriechend für das dreckige und mörde­rische Geschäft, das er ausübte. Aber das hatten alle diese Schurken gemeinsam, daß sie nach Parfüm dufteten, elegant gekleidet und trotz­dem gemeine, dreckige Mörder waren.

Was war denn nun eigentlich in diesem Block 46 los, was machte man dort?, werden viele voll Ungeduld fragen. Nun, ich will ihnen darauf Ant­wort geben.

Block 46 war nach seiner amtlichen Bezeichnung eine sogenannte Flecktyphus- Versuchsstation des SS - Hygiene- Institutes. Die ,, Arbeit" lief dort immer in mehreren Versuchsreihen. Es waren 5 solcher Ver­suchsreihen, in jede dieser Reihen gehörten 8-10 Häftlinge. Auf An­trag des Dr. Ding wurden jene Häftlinge vom Reichskriminalamt in

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