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Das erschütterndste Bild aber boten die Insassen des ,, Kleinen Lagers" am Tage unserer Befreiung, dem 11. April 1945! Während das ganze Lager aufjubelte im Rausch der wiedergewonnenen Freiheit, während die Kolonnen der antifaschistischen Kämpfer marschierten, die Knarre in der Hand, die SS gefangen nahmen und vom Lager Besitz ergriffen, standen die Insassen des ,, Kleinen Lagers" noch lange nach dem Einmarsch der Amerikaner am Drahtzaun und bettelten um etwas Rauchbares. Keine Auflockerung ihrer Züge zeigte an, daß sie freie Menschen geworden waren. Keine Freude und keine Erregung hatte sie erschüttert, so tief waren sie in den Pfuhl ihres erbärmlichen Daseins gesunken. Durch den faschistischen Terror, durch die Schrekken und Qualen ihrer Gefangenschaft völlig entmenscht, hatten sie die Größe des Geschehens überhaupt nicht begriffen.
Sie blieben das, zu dem sie das ,, Kleine Lager" gemacht hatte. Kann eine Anklage gegen die nazistischen Mörder grauenhafter sein, als die seelische Unfähigkeit tausender Menschen, die Tatsache ihrer Befreiung zu erkennen? Ich habe Tränen in den Augen amerikanischer Soldaten gesehen, als sie zum erstenmal die Hölle des ,, Kleinen Lagers" betraten...
Korruption der SS in Buchenwald
Wenn man über die SS spricht, kann man auch das Kapitel Korruption nicht unerwähnt lassen. Beides bildet eine unteilbare Einheit. Wo SS - Verbände zu wirtschaften begannen, zogen sie einen Rattenschwanz von Korruptionsfällen nach sich. Die Öffentlichkeit hat inzwischen erfahren, daß in Auschwitz und Lublin dieses Treiben seine Krönung erfuhr. Die nötige ,, Lagererfahrung" erwarben sich diese SSLeute, die nach den besetzten Gebieten kamen, in Buchenwald , Dachau und Sachsenhausen.
Als das Lager Buchenwald im Sommer 1937 inmitten einer dichten Waldwildnis auf dem Ettersberg bei Weimar entstand, war es das typische Aufbaulager, mit einer Belegschaft von etwa 2000 Häftlingen. Die Insassen waren Deutsche und noch dazu fast alles arme Teufel. Die Geldmittel waren sehr beschränkt, die die Angehörigen dieser Häftlinge schicken konnten. Geld war das einzige, was geschickt werden durfte, und jeder war auf die paar Pfennige angewiesen, um sich in der Häftlingskantine zusätzlich einige Nahrungsmittel oder Rauch
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