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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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zeuge bei der SS - Lagerführung waren, versuchten sich mit allen Mit­teln der Gewalt, der Verleumdung und Denunziation an der Macht zu halten. Viele gute Kameraden mußten ihren aktiven Kampf gegen diese Feinde der Häftlinge mit ihrem Leben bezahlen. Wegen ihrer politischen Tätigkeit von den ,, Grünen" denunziert, endeten sie am Galgen, im Steinbruch, im Arrestbunker oder auf Transport geschickt, in irgendeinem Liquidierungslager.

Aber allen Schwierigkeiten zum Trotz gelang es doch, die wichtig­sten Stellen im Lager mit politischen, antifaschistischen Häftlingen zu besetzen. Viel Diplomatie und Geschick und auch manche Kon­zessionen waren notwendig, um zuletzt doch einen Zustand der Selbst­verwaltung des Häftlingslagers zu schaffen. Diese Bemühungen haben bei der weiteren Entwicklung wesentlich dazu beigetragen, 21000 Häftlinge den Mörderklauen der SS zu entreißen und die Befreiung des Lagers Buchenwald mit zu erleben.

Als ,, Zugang" ins Lager Buchenwald

Es war am 4. November 1937, als wir in Buchenwald ankamen. Ich fühlte mich den anderen gegenüber ein wenig überlegen, denn ich hatte im Jahre 1933 bereits zwei Konzentrationslager( Colditz und Sachsenburg) kennengelernt. Was konnte mir Buchenwald schon Neues bringen. Jedoch das Gefühl der Überlegenheit verlor sich sehr bald, denn die unverwischbaren Eindrücke schon des ersten Tages zeigten, daß das Lager Buchenwald des Jahres 1937 keinen Vergleich mit dem Lager Colditz aus dem Jahre 1933 zuließ. Der Faschismus hatte Fortschritte gemacht.- Auf dem Bahnhof Weimar wurden wir von einer Eskorte SS in Empfang genommen. Feindselig schaute uns die Bevölkerung an. In einem geschlossenen Polizeiauto fuhren wir die zehn Kilometer bis zum Lager hinauf. Ein junger politischer Gefange­ner aus dem Lager, der in Weimar zu einer Vernehmung bei der Polizei gewesen war, fuhr mit uns zurück. Wir überschütteten ihn mit vielen Fragen, die eben der Neuling stellt. Er belächelte still unsere Neugier und gab kurze Antworten. Wie das Essen sei und die Behandlung? Gut, antwortete er ironisch, sehr gut. Entlassungen? O ja, Entlassungen finden auch statt. Alle drei Monate mal einer. Wir schauten betreten drein. Der junge Gefangene lächelte wissend. Am frühen Nachmittag kamen wir auf dem Ettersberg an. Wir wurden vor der grünen Ba­

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