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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
Entstehung
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war. Das dazugehörige Wirtschaftsgebäude enthielt einen großen Spei­se- und Versammlungssaal und die SS - Küchen und Kantinenräume. Auch mit dem Bau der Truppengarage und der Reparaturwerkstätten wurde schon lange vor dem Kriege begonnen. Auch sie sind bei dem Angriff vollständig zerstört worden. Das SS - Revier und die großen mehrstöckigen Kasernenbauten mit zwei großen Fernheizwerken sind dagegen erst während des Krieges erbaut worden. Der Pferdestall, in welchem später die hinterlistige und feige Genickschußanlage einge­baut wurde, über die noch ausführlich berichtet werden wird, war schon vor dem Krieg fertig. Die dicht daneben liegende große Reit­halle muẞte mitten in dem eisigkalten ersten Kriegswinter fertig­gestellt werden, da die Frau Kommandant dort ihre Reitstunden fort­zusetzen wünschte. Bei dieser Arbeit hat manch einer Hände und Füße erfroren. Beim Einsturz eines Gerüstes, das wegen der strengen Kälte nicht fest genug erbaut werden konnte, sind mehrere Häftlinge tödlich verunglückt. Mit dem Bau der Führerhäuser, die am südwest­lichen Rand des Lagers liegen, wurde natürlich schon in der ersten Zeit des Bestehens von Buchenwald begonnen, und es ist ebenso natürlich, daß sie bis zum Schluß immer noch vermehrt und ver­bessert wurden. In dem Abschnitt über die Korruption der SS wird einiges darüber nachzulesen sein, wie an diesen Bauten, ihrer Ausstat­tung und Einrichtung Staatsgelder vergeudet und verschoben wurden, und was darüber hinaus dort alles schwarz gebaut und eingerichtet werden mußte, von dem die höheren Dienststellen offiziell nichts wissen durften.

Besonderes Interesse verdient wohl der benachbarte Falkenhof. Dort wurde an einem dicht bewaldeten Berghang für reine Privatzwecke der höchsten SS - Führer ein Gehege für Raubvögel und Falken er­richtet, das an sinnloser Verschwendung wohl seinesgleichen sucht. Die hohen Tiergehege wurden in der Art von Blockhäusern aus dicken Kieferstämmen zusammengesetzt, als sollten dort Stiere und Raub­tiere gefangengehalten werden. Für den Falkner als Verwalter des Ganzen wurde ein besonderes Einfamilienhaus innerhalb der Umzäu­nung erbaut. Schließlich wurden tatsächlich Falken beschafft und dressiert, mit denen die Frau Kommandant mit höheren Offizieren und auswärtigen SS- Führern, wie z. B. mit Eicke, dem Inspekteur der deutschen Konzentrationslager, auf bestens gepflegten Reitpferden zur Falkenjagd ausritt, zum Fang von Raubvögeln, die auf dem Ettersberg noch vereinzelt vorkamen. Diese Jagdausflüge boten ein

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