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Das war Buchenwald! : ein Tatsachenbericht / herausgegeben von der Kommunistischen Partei Deutschlands, Stadt und Kreis Leipzig ; zusammengestellt und bearbeitet von Rudi Jahn
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abgelehnt, aber wenige Tage später brannte bei einem Luftangriff auf die zum Lager gehörenden Werkstätten und Fabriken in wenigen Stunden der gesamte dort lagernde Holzvorrat nieder.

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Wie viele Häftlinge im kleinen Lager gestorben sind und wie viele umgebracht wurden, läßt sich nicht feststellen. Ein Drittel bis zur Hälfte aller als verstorben registrierten Häftlinge, also bis 15000, dürfte nicht zu hoch gegriffen sein. Die Leichen der Verstorbenen zwischen den noch Lebenden herausgezogen, vor den Blöcken aufeinandergelegt und nach Registrierung der Namen ohne umständliche Totenschau zum Krematorium abtransportiert. Die ihm etwa noch gehörenden brauchbaren Gegenstände und Kleidungsstücke hatten schon vorher ihren Besitzer gewechselt. Wir waren alle abge­stumpft. Keinem fiel es ein, vor einem Toten die Mütze zu ziehen. Es waren Menschen aus fast allen Ländern der Welt und aus allen Erd­teilen, die diese Leiden im kleinen Lager und im Zeltlager ertragen mußten. Juden, Deutsche , Ausländer, Menschen aus Wladiwostok und aus Texas , Norweger und Italiener, die Angehörigen der westlichen Völker, von Holland , Belgien , Frankreich , Spanien und Portugal und daneben die aller Balkanstaaten bis nach Griechenland ; Asiaten aus Usbekistan und der Mongolei , Neger aus Afrika , Insulaner aus Holländisch- Indien und Südamerikaner, Inder, Chinesen, Australier und mehrere Kanadier . Alle sind sie durch diese Hölle hindurchge­gangen, sie sind dadurch härter geworden und alle werden die Erinne­rung daran und die Schuld Deutschlands hinaustragen und über die ganze Erdkugel verbreiten.

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Buchenwald bestand nicht nur aus dem Häftlingslager. Wie ein Blick auf den Plan zeigt, bedeckten die Anlagen für die SS und die Rüstungswerkstätten wenigstens doppelt soviel Fläche. Hier mögen einige kurze Erklärungen genügen, um den Plan zu erläutern. Im Osten befand sich unmittelbar neben den Wohnblocks, noch innerhalb des Drahtzaunes, aber vom eigentlichen Lager durch einen elektrisch geladenen Zaun getrennt, das Gelände der Deutschen Ausrüstungs­werke, kurz DAW genannt. Dort befanden sich ein riesiges Holzlager, große Werkstatthallen, ausgestattet mit modernen Maschinen für Holzbearbeitung, eine Schlosserwerkstatt, eine Elektrowerkstatt und

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