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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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,, Ich möchte noch etwas ergänzen, was Du vorhin sag­test", wendet er sich unmittelbar an Dr. T. ,, Es bildet sich dann leicht ein nationalistischer Rauschzustand, und beides, Krieg und nationalistischer Rausch, bringen die vorhin genannten unbewußten Kräfte zur Wirkung, welche der ordnungsgemäßen, geistigen Kontrolle ent­zogen sind. Es tritt das merkwürdige Bild ein, daß die meisten Menschen der Völker den Krieg nicht wollen. Aber sie haben zu kämpfen, ob sie wollen oder nicht." Da mischt sich Erwin ins Gespräch: ,, Diese Kräfte, von denen Du sprichst, können nur entscheidenden Einfluß gewinnen, weil die heutige Gesellschaftsordnung krank ist. Die Völker der Welt werden erst zur Ruhe kommen, wenn sie alle die kommunistische Gesellschaftsordnung angenommen haben."

T. zuckt die Achseln: ,, Welche Gesellschaftsordnung ist nicht krank? Es kommt nach meiner Ansicht in erster Linie auf den Einzelmenschen an. Seine Haltung ist ent­scheidend, denn er muß Gelegenheit haben, den sozialen Zustand, in dem er leben will, nach seiner Erkenntnis zu formen. Er muß das Gefühl für Verantwortung wieder­bekommen, der höchstpersönlichen Verantwortung, und wenn er das nicht hat, nützt ihm keine Gesellschaftsord­nung etwas."

, Es kommt noch etwas dazu", micht sich Dr. G. ins Gespräch. ,, Was Du eben sagtest, ist die Hauptforderung der demokratischen Denkweise. Aber es müssen außer­dem die Hintergründe der totalitären Idee und ihre Gefahren klargelegt und jeder einzelne Mensch mit Ab­

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