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Fern und ewig leuchtet Frieden : ein Erlebnis aus dem Zeitgeschehen nach Berichten sowie Aufzeichnungen eines zum Tode Verurteilten / dargestellt von Willo Wenger
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noch seelisch unter dem Eindruck des Krieges Der Krieg erweckt die Masseninstinkte und macht unbewußte Kräfte frei, die dem normalen Menschen völlig fremd sind. Das Problem ist also, den höheren, bewußten, aber schwächeren Kräften des Verstandes über die niedrige­ren, unbewußten, aber gewaltig starken Kräfte der Ge­walt und der Angriffslust zum Siege zu verhelfen. Die in allen Völkern in dem Zustand vor Beginn eines Krieges entstehende Angriffslust bedeutet das Sichtbar­werden und an die Oberflächekommen von Tendenzen der Kampflust und des Willens zum Töten und Vernich­ten, die im Unterbewußtsein der Menschen von früher her vorhanden sind. Sie sind im friedlichen Leben zurückgedrängt und unwirksam. Wenn jeder Mensch vernünftig und ruhig nachdächte und in der Lage wäre, seine Meinung wirksam zu äußern, würde es in keinem Lande zu einem Krieg kommen, denn alle vernünftigen Menschen sind im Grunde ihres Herzens Anhänger des Friedens, müssen Pazifisten sein aus religiösen und ethischen Gründen, aber auch aus Gründen der prak­tischen Zweckmäßigkeit. Denn in allen Ländern, die keine Kriege geführt haben, ist sowohl das Gesamtver­mögen wie auch der Einzelbesitz viel größer als in den Ländern, die vom Kriege heimgesucht wurden."

Dr. G. nickt zustimmend.

,, Das ist ja eben die Tragödie in der Geschichte der Menschheit, daß der Durchschnittsmensch, welcher nicht zur Staatsführung gehört und ihre Pläne nicht kennt, das glauben muß, was diese Staatsführung offiziell er­

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