FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

Gleich darauf müssen wir draußen antreten und laufen. Auch Ernst und Stachu schaffen es, so wie der Durch- schnitt zu laufen. Diesmal hat unsere kleine Gemein- schaft das Rennen um den Tod gewonnen. Es sollte nicht für lange sein.

Aber die ganze Aufregung hat den Hunger der Gefan- senen bis zum äußersten gesteigert. Als die Essenträger mit ihren Kübeln mittags kommen, drängen die Häft- linge derart heran, daß ein Kübel umgestoßen wird. Sofort schmeißen sich die Nächstliegenden hin und fres- sen vom Fußboden die heiße, dreckige Suppe wie die Tiere Ein Tumult entsteht. Ein anderer Essenträger wird umgestoßen. Wieder schmeißen sich Männer mit vor Hunger verzerrten Gesichtern auf den Boden, fressen wie die Tiere. Der Stubenälteste brüllt, schlägt auf die am Boden Liegenden ein. Keiner rührt sich. Da springt der Blockälteste dazwischen, schlägt mit einem Knüppel auf die Köpfe der Liegenden. In stummem Entsetzen weichen die Häftlinge zurück, während es Schläge hagelt. Block 21 bleibt heute mittag ohne Essen. Nachmittags werden wir zur Arbeit in die Fabrik ge- führt. Ich bin so hungrig, daß sich vor mir alles dreht. Wir haben alle Wasser getrunken, aber das hält nur eine halbe Stunde vor. Wie wird es abgehen mit dem Kapo in der Weberei? Zum drittenmal heute muß ich eine Probe auf Leben und Tod bestehen. Ich trete an den Webstuhl und versuche, ihn in Gang zu setzen. Aber es geht heute schlechter als je. Ich schaffe garnichts.

Nach einer Weile kommt der Kapo mit lauerndem Blick

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