FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

Er trägt Dich hindurch durch alle Anfechtungen auch des Feindes. Laß es Dir durch nichts rauben, daß Deine ganze Schuld gedeckt ist durch des Lammes Blut. Es steht schon im Alten Bund: Wenn Deine Sünde blutrot ist, soll sie doch schneeweiß werden, wenn sie wäre wie Scharlach, so soll sie doch wie Wolle werden. Das halte fest.

Wie hat sich Dein Vater gefreut, bis er seinen Heiland sehen darf, und nun hast Du das gleiche Verlangen. Ist das nicht groß und ein Grund zum Danken?

Deine Geschwister gedenken Dein in Liebe und grüßen Dich sehr herzlich. Werner allerdings habe ich nichts geschrieben, da er beim Militär doppelt darunter leiden würde. Er ist zur Zeit im Lazarett in Karlsruhe und kommt dann nach Freudenstadt zur Erholung. Möchte er den Ruf Gottes vernehmen und der Herr auch ihn herausretten, daß ich einen Ersatz für Dich habe. Denn das muß ich Dir noch sagen, daß Du nun meinem Herzen am nächsten stehst von allen meinen Kindern, weil Du Dich der Gnade so völlig überlassen. So tröstet mich das reichlich über all die Jahre des Getrenntseins und des Nichtverstehens. Das kann Gott , aber nur er. Ihm, dem allein Weisen, dem Hohen und Erhabenen, dem Heiligen, vor dem wir Menschen alle Staub sind, sei Ehre von nun an bis in Ewigkeit.

In Ihm für ewig verbunden grüßt und küßt Dich Deine

treue Mutter."

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