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Der Geistliche liest den Brief ruhig durch. Nach einer kleinen Pause sagt er, und sein Blick ruht voll auf mir: ,, Ich freue mich, daß ich unter diesem Eindruck von Ihnen Abschied nehme. Ich glaube kaum, daß wir mit­einander in Verbindung bleiben können. Heute ist alles ungewiß. Nur unsere Haltung zu den Dingen muß klar sein."

Ich versuche, einige Worte des Dankes zu sagen, er wehrt ab. Er begleitet mich in die Zelle zurück, wo der Vollidiot mich angrinst und die übrigen mich feindlich mustern. Ein Händedruck, dann trennen sich unsere Wege für lange Zeit.

Drei Tage später werde ich in das Gestapo - Gefängnis in der Hamburger Straße überführt. Die Todeskandidaten werden zu dreien zusammengekettet. Bei dem Transport sind etwa vierzig Russen und dreißig Polen , insgesamt hundert Gefangene.

Es ist ein trübgrauer Novembertag, die Straßen sind naẞ und schmutzig. Die zerborstenen Häuser, die Schutt­massen, das schwärzlich verwaschene Grau der scheuẞ­lichen Mietskasernen versinken im Nebel der frühen Dämmerung. Ein Kordon von SS - Leuten mit geladenem Gewehr umgibt unsern Zug. Auf der Straße bleiben die Menschen stehen, mustern uns gleichgültig und neu­gierig, während der Zug mit klirrenden Ketten auf dem Asphalt tappt. Hätte ich es anders gemacht, wenn mir früher ein Zug mit zusammengeketteten Strafgefangenen begegnet wäre? Ich glaube nicht. Ein Bild des Lebens und der Menschen!

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