FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN
Nun hörte ich vor kurzem von Herrn Vikar B., daß Du krank seiest und ich Gelegenheit hätte, durch Herrn Pastor D. Dir Post zugehen zu lassen. Das hat mich mit Freude und neuer Zuversicht erfüllt, und ich wollte gerade diesen Weg benutzen, um mit Dir wieder öfter in Verbindung zu treten. Dann kam ein Brief von Herrn Vikar B., der mir das Urteil mitteilte, das über Dich gesprochen wurde. Du kannst Dir wohl denken, daß ich sehr erschrocken bin, zudem ich soweit weg bin von Dir, daß ich Dich nicht geschwind erreichen kann, um Dir beizustehen und mit Dir gemeinsam zu bitten um Kraft für das, was Gott Dir auferlegt. Meine Hoffnung war ja, daß Gott Dich frei machen würde, und ich hatte mich sehr gefreut auf die Zeit, wo wir gemeinsam den Weg zum Heiland nachgehen und Du mit Deiner schönen Stimme den Heiland loben und prei- sen würdest. Aber Gottes Wille ist immer der beste. Das wollen wir festhalten. Er hat nur Friedensgedanken mit seinen Kindern, und daß er Dich gefunden hat und Dir sein neues, göttliches Leben geschenkt hat, das ist das größte Wunder. Und dafür werden wir ihm in Ewigkeit danken.
Nichts, nichts kann mich verdammen,
Nichts macht hinfort mir Schmerz,
Die Höll‘ und ihre Flammen
Tilgt Christi Todesschmerz.
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