INFERNO

Wenn

wird

uchert

plosio­

chsten

mt zu

fliege chtung er der

h höre m ver­

- Der taucht

selnde noch

als ob

ie aus kom­

control­n noch

g und Gefan­ziellen

und ichkeit gelebt

haben, für welche sie in ihrer durchschnittlichen Mittel­mäßigkeit oft treu und rechtschaffen gedient und gear­beitet haben, nicht in Einklang zu bringen ist. Sie er­wachen wie aus einer Narkose, wie aus einer Verzau­berung, als wenn Kranke wieder ins Bewußtsein zurück­kehren, stellen tastende, oft' kindliche Fragen. Aber ich muß vorsichtig sein, sie auch. Spitzel und Denunzianten fordern täglich neue Opfer. So mehren sich die Zeichen, daß der Prozeß des inneren Zusammenbruchs fort­schreitet, ohne daß die entzauberten Menschen sich offen zur Wehr setzen können. Sie sind zu verbraucht, ihr einziges Interesse ist nur das eigene ,, Ich". Für alles andere fehlt Willen und Fähigkeit.

Das Erlebnis ist mir sehr lehrreich. Ich lerne, daß man auch diese Menschen nicht alle nach der gleichen Scha­blone beurteilen kann.

Am 21. November werde ich in das Gefängnis Lehrter Straße zurückgeführt. Die Atempause ist vorbei. Ich komme in eine Zelle mit sieben Gefangenen. Sie ist gerade so groß, daß nur drei Menschen darin stehen können. Die anderen müssen ständig auf den Pritschen liegen.

Es ist, als ob die Unterwelt sich auftut, mich in ihre Krallen schlägt. Abgesehen von zwei Politischen sind es alles Schwerverbrecher, mit denen ich zusammen bin, mit einer Ausnahme. Ein kleines, dürres Männchen mit einem Spitzkopf und wimperlosen, entzündeten Augen, den zahnlosen Mund zu dauerndem, blödem Grinsen ver­zogen, ein Vollidiot, der in eine Anstalt gehört, auf den

217