ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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gewissen Umständen allerdings und nur bedingt, ein Todesurteil sozusagen gestundet werden konnte, aller­dings nur unter ganz gewissen Voraussetzungen. Sind es Täuschungen oder äfft und narrt mich ein höl­lischer Spuk? Gaukelt mir die Möglichkeit einer Rettung vor, halbe Wahrheiten, Täuschungen des Blutes, welche die viel gefährlichere Täuschung des Geistes, des Be­wußtseins hervorrufen?

Ich komme zu keiner Klarheit. Gespenstige Schatten­spiele der Erinnerung tauchen auf. Ich weiß nicht, ob das alles sich wirklich abspielt, was ich höre. Es ist, wie nach dem Urteil im Gerichtssaal in Minsk . Ich bin bei wachem Bewußtsein, aber mein Bewußtsein ist nicht bei mir.

Um 7 Uhr werde ich wieder abgeführt. Ich atme auf. Der Eindruck bleibt bestehen, daß der Kriegsgerichtsrat nur aus Wichtigtuerei und überheblicher Eitelkeit, im Gefühle seiner Macht, mich hat kommen lassen, um während der nervenanspannenden Zeit bis zur Hinrich­tung meines Kameraden B. beschäftigt zu sein. Langsam schleichen die Stunden des Tages. Es ist mir, als stehe ich an einem offenen Grab, während meine Gedanken um B. kreisen, dessen Leben heute ausgelöscht wurde. Es ist mir, als ob dieses Grab mich irgendwie rufe. In dieser Stimmung trifft mich Pfarrer D., als er nachmittags in die Zelle tritt. Sein Gesicht hat einen eigentümlichen Ausdruck, den ich noch nie an ihm gesehen habe. Nicht nur, daß er wie immer Kraft und Optimismus ausstrahlt, es ist mehr.

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