ZWISCHEN TOD UND LEBEN

das

im­

die

Men­

auf

der

und

, als

ein­

szu­

gan­

osten

mili­

kalte

dung

Mann

eiben

sagt

ängte

Dann

enfalls

eine

entür

hein­

r sich

langsam ankleidet. Seine Glieder bewegen sich wie die einer Puppe. Sein Gesicht zeigt eine starre Blässe wie fast die eines Toten. Alle Worte sind sinnlos; ein Schick­sal vollzieht sich vor meinen Augen. Ich stehe hilflos dabei, weiß nicht, was ich tun soll. Ich werde- da kommt schon die Wache. Ich werde abgeholt und in eine andere Zelle gebracht.

,, Leb wohl, Kamerad", sage ich. Es fällt mir unter der Gewalt des Augenblickes nichts anderes ein. Ich drücke ihm die Hand. Er spricht kein Wort, nickt nur leise wie bestätigend mit dem Kopf. Sein Gesicht ist unnatürlich blaß, aber er hat sich in der Gewalt.

Ein schreckensbleiches Antlitz starrt uns entgegen, als ich in die neue Zelle geführt werde. Ein Stöhnen der Erleichterung, als mein neuer Zellengenosse erkennt, daß es nicht das Todeskommando ist. Ich setze mich an den Tisch und stütze den Kopf in die Hände. Eine eisige Ruhe herrscht in mir. Ich bin immer noch unfähig zu denken. Aber plötzlich ertönen erneut Schritte in unse­rem Gang, die vor unserer Zelle Halt machen. Meine Glieder sind wie Blei. Was kommt nun? Die Wache wendet sich an mich: ,, Sind Sie fertig? Ich soll Sie hinunterbringen zum Kriegsgerichtsrat."- Also doch!- Soll ich mit B. gleichzeitig hingerichtet werden? Ich ringe um Fassung, aber ich kann nicht fragen. Plötzlich fällt mir auf, die Wache trägt ja keinen Stahlhelm. Und die Wachen, welche morgens zu den Todeskommandos ge­hören, kommen immer im Stahlhelm, aber es ist erst

205