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ZWISCHEN TOD UND LEBEN
Noch lange bleibt eine blutende Wunde, wenn ich an meinen früheren Zellengenossen denke.
Durch eine merkwürdige Verkettung der Ereignisse, die sich manchmal wie in einem schicksalhaften Kreise zu drehen scheinen, werde ich jetzt wieder mit B. zusam- mengeführt. Wieder bin ich mit einem Kameraden zusammen, von dem ich nicht weiß, ob die eiserne Faust des Todes erst nach mir oder ihm langt. Beide haben wir erfahren, daß unsere Prozesse vor der endgültigen Ent- scheidung stehen. Aber B., der fast doppelt so alt ist wie ich, sieht das Leben mit anderen Augen an. Ich bin jung, habe das Leben noch nicht erfahren und erforscht, noch keine Leistung liegt im Leben hinter mir. Er ist ein reifer Mann auf der Höhe seines Daseins. Gewiß, das Leben ist eine stete Wandlung. Schon im Wachsen und Blühen drängt es dem Tod entgegen. Ewiger Tod und ewiges Leben zugleich.- Ich habe durch meinen Weg hier im Hause des Todes gelernt, in der scheinbaren Sinnlosigkeit eines verwirrenden Geschehens den ver- borgenen Wandel des ewigen Geistes anzuerkennen. Jedes Erlebnis ist eine neue Offenbarung des Schattens der Unendlichkeit. Jedes Geschehen hinterläßt seine Spuren, wenn der Mensch auch rasch die Dumpfheit und Betäubung verliert, die der Nachklang eines wilden und traurigen Geschehens zunächst in ihm hinterläßt.
Seit sechs Monaten sitze ich in diesem Hause der Ver- nichtung. Tag für Tag, Stunde für Stunde kann ich ab- berufen werden. Aber ich fühle jetzt deutlich, daß mein Leben einer Entscheidung entgegendrängt.
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