ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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FREITAG. DEN 29. SEPTEMBER 1944.

Daß ich's nur sage, ich habe gestern abend nicht gewagt, Dir zu schreiben, um des harten, bösen Wortes willen, das ich am Mittwoch geschrieben habe. Es ist mir lange obgelegen, und ich war versucht, es einfach wieder aus­zustreichen; aber nun habe ich es doch stehen lassen, und wenn ich einmal nicht mehr am Leben bin, dann sollst Du auch das von mir wissen, daß ich einmal solche Gedanken gedacht habe.-

Und wie schnell hast Du mir solche Gedanken widerlegt, Du Liebe, Gute! Kaum waren sie gedacht und geschrie­ben, da kam schon Dein Gruß, Dein lieber Gruẞ; und wenn er auch nur von Ulrich kam, so hat ihn doch sein Mütterlein geschrieben und eingepackt, und am Ende... steht doch: Deine N.!- Meine N.!

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MITTWOCH, DEN 4. OKTOBER 1944.

Ich habe Dir wieder einen Brief schreiben dürfen in diesen Tagen; da blieb das Tagebuch geschlossen, weil ich an solchen Briefschreibetagen so ganz erfüllt bin von Dir und Dir in den Briefen alles sage, was ich Dir sagen muß. Wie viele werden's noch sein dürfen, die von mir zu Dir gehen- bis zu jenem letzten Gnadenbrief in der Stunde des Todes? N... li- ich bete darum, daß ich die­sen letzten Brief nicht schreiben muß, daß mein Leben noch nicht und nicht so zu Ende gehen muß jeden Tag bete ich darum, wie ich Dir schon sagte-, aber ich habe... in meinem Innern noch keine Gewißheit von Gott, wo

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