FERN UND EWIG LEUCHTET FRIEDEN

Furchtbar war die Warnung durch den Selbstmord des Arztes, aber eine noch furchtbarere Warnung steht uns bevor. In unsere Nachbarzelle ist der andere Professor der Philosophie, Inhaber eines Lehrstuhls an einer Uni­versität, verlegt worden. Ein großer und kräftiger Mann mit dem glattrasierten Gesicht eines Asketen. Pfarrer D. besucht ihn öfters. Er geht dann mit ihm auf dem Kor­ridor spazieren, was der Professor von ihm erbeten hat. Dieser doziert dann, als wenn er in seinem Hörsaal vor seinen Studenten stände, mit rollenden, wohlgefügten Sätzen konzentriert und scharfsinnig. Unser Pfarrer be­richtet uns verschiedentlich von ihm:

,, Er ist ein durch und durch atheistischer Mensch, der in seiner engen Welt dem Geist allein huldigt und sich ein Lebenssystem mit seiner Philosophie aufgebaut hat Ein System ohne Seele. Es ist ein Genuß, ihm zuzuhören, wenn er über Philosophie spricht. Brillierend in seiner Wortgestaltung, gleichsam beifallheischend und erwar­tend, ungeheuer interessant und fesselnd. Aber unser Gespräch ist immer das gleiche, obwohl er weiß, daß seine Lage fast hoffnungslos ist. Denn er ist auch wegen kritischer Äußerungen als Staatsfeind denunziert und zum Tode verurteilt, und die Bestätigung seines Urteils kann täglich eintreffen. Er hat mich gefragt, ob ich glaube, daß sein philosophisches System einem Menschen in der letzten Stunde den gleichen Trost geben könne wie der christliche Glaube. Ich habe das aus ehrlicher Über­zeugung heraus verneint. Ich habe ihm vorgehalten, daß er erst dann, wenn er das Wissen Gottes über uns ein­

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