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Besser
ZWISCHEN TOD UND LEBEN
dig neu belebt, anfeuert und stärkt. So wachsen Kräfte in einer bestimmten Richtung und werden über- mächtig, alle Schutzdämme der menschlichen Vernunft und Erfahrung einreißend wie eine Naturkatastrophe dämonischen und furchtbaren Ausmaßes. Ein neuer Sündenfall mit furchtbarer Schuld vor Gott .“
W. steht auf und geht einige Male in der Zelle hin und her, eingesponnen in seine Gedankenwelt. Sein Blick fällt auf mich. Er tritt zu mir an den Tisch und fährt fort. „In einer solchen Zeitspanne befinden wir uns augen- blicklich in Deutschland . Der Nationalsozialismus hat es verstanden, die tiefen Ströme im Wesen des Volkes zu wecken, Begriffe wie Treue, Vaterlandsliebe, Opferbe- reitschaft als Verpflichtung in das Blickfeld des Volkes zu rücken. Nach allen schweren Schicksalsschlägen in der Zeit während und nach dem ersten Weltkriege, welche das in Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden gewachsene Gefüge des Staates zerbrochen hatten, hat der Nazismus mit nachtwandlerisch sicherer, psycholo- gischer Treffsicherheit die fast verlorene Hoffnung, den fast vernichteten Glauben an ein machtvolles, geeintes Reich, an eine friedliche, blühende Zukunft in Einigkeit und wirtschaftlicher Sicherheit neu zum Leben erweckt. Er hat die edelsten Tugenden des Volkes zur Erreichung dieses Zieles aufgerufen und versprochen, sie zu höchster Wirkung im Leben des Staates zu erheben. Da aber die führende Nazischicht, die Hitler um sich sammelte, sich hauptsächlich aus politischen Abenteurern und Oportu- nisten zusammensetzt, denen der Begriff der inneren Ver-
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