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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

Gebet. Er ist ein Mensch, der fast schon im Jenseits steht, wenn er auch noch auf dieser Erde lebt.

Als ich ihn zum erstenmal nach dem Stand seines Pro­zesses frage, antwortet er mit einem gleichgültigen, fast selbstverständlichen Ton in der Stimme: ,, Ich werde bald hingerichet." Er sagt dies mit einer Ruhe, die mich stark beeindruckt und zugleich zum Widerspruch reizt. Bewegt ihn sein Schicksal so wenig, daß er darüber spricht wie über etwas Unwesentliches? Oder ist diese Ruhe nur scheinbar? Was verbirgt sich hinter ihr? Zweifelsohne steht hier ein Mensch vor mir mit einem besonderen Schicksal. Seine Ruhe und seine bewußte Zurückhaltung haben etwas sehr Eindrucksvolles. Es ist, als läge ein Geheimnis über ihm. Ein Mensch, der ehrlich um seine Vollendung ringt. Auch über die Entwicklung, in der sich unser Volk befindet und die zu der jetzigen politi­schen Lage geführt hat, sprechen wir oft. Ich höre ihm gerne zu, denn er betrachtet diese Dinge unter einem menschlichen Standpunkt, der völlig frei ist von dem vergiftenden Atem überhitzter und rechthaberischer Parteipolitik, welche den klaren Blick trübt. Auch der Gefängnisgeistliche, der uns hier öfters besucht, beteiligt sich ab und zu an unseren Gesprächen. Es ist ein wirk­licher Vorteil, daß dieser oft in die Abteilung der zum Tode Verurteilten kommt. Wir haben beide das unausge­sprochene Bestreben, meinen Zellengenossen aus der ihn so bedrückenden Atmosphäre innerlich etwas frei zu machen. Es ist besonders schwierig, ein Gesprächsthema zu finden, das nicht mit dem Jenseits zusammenhängt.

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