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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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Der Pfarrer sieht mich lange und gedankenvoll an. ,, Nur nicht den Kopf hängen lassen", sagt er. ,, Ich habe Ihnen hier ein Buch mitgebracht. Es schildert das Leben deut­scher Kriegsgefangener in Sibirien während des letzten Krieges. Es behandelt viele Fragen, die Sie heute be­schäftigen. Sagen Sie mir offen, was Sie darüber hinaus bedrückt. Ich habe das Zutrauen zu Ihnen, daß Sie den richtigen Weg finden werden.- Wegen einer Umlegung zu einem Kameraden will ich mich gern verwenden, aber seien Sie sich darüber klar, in dieser Abteilung liegen nur zum Tode Verurteilte, deren Urteile täglich voll­streckt werden. Und ob diese Menschen in der Lage sind, Ihnen innerlich eine Stütze zu sein, oder ob Sie nicht selber Ihren Zellengenossen stützen müssen, läßt sich nicht im voraus sagen."

Nachdem er gegangen ist, fällt mein Blick auf ein paar Liebesgaben, die er auf den Waschtisch gelegt hat, ohne daß ich es merkte.

Die Bewachung dieser Abteilung ist verschärft. Das Licht bleibt die ganze Nacht brennen, und alle zehn Minuten kontrolliert ein Wächter nachts die Zellen, so daß die Gefangenen ständig unter Beobachtung sind. Fast eine Woche muß ich mich noch gedulden. Ich schreibe an alle Verwandten und bitte sie, mich aufzusuchen. Ich habe festgestellt, daß ich Sprecherlaubnis bekommen kann, wenn mich Verwandte hier besuchen wollen. Auch eine Zeitung abonniere ich. Ein Außenstehender kann gar nicht ermessen, was diese kleinen Dinge im Leben eines Menschen bedeuten, der auf der Brücke zwischen

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