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ZWISCHEN TOD UND LEBEN

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Professor K. schaut den Redner kampflustig an: ,, Neh­men Sie die Sache nicht zu leicht", warnt er. ,, Wenn Sie sich hier auf Menschen verlassen, dann werden Sie bitter enttäuscht. Hitler unterschreibt jedes Urteil. Ich habe in den letzten Jahren das Morden auf Befehl dieses Führers nur unheimlich konsequent und sich steigernd gesehen! Ich kenne hier übrigens einen Fall, wo ein Angeklagter in ähnlicher Lage wie Sie in der ersten Instanz zu Zucht­ haus verurteilt, in der zweiten Instanz freigesprochen wurde. Auf diesem Urteil stand eine handschriftliche Notiz:, Warum so milde?' In der dritten Instanz erhielt der Angeklagte das Todesurteil. Dieses wurde bestätigt und vollstreckt."

Es entsteht eine Pause.

, Wenn Sie einmal in das Räderwerk dieser Todes­maschine hineingeraten sind, dann muß ein Wunder geschehen, wenn Sie hier lebendig wieder herauskom­men, ergänzt Professor K.

v. G. sieht grübelnd vor sich hin: ,, Ja, was soll man noch machen?" antwortet er schließlich.

Der schmächtige, blasse junge Mann richtet sich etwas auf. ,, Manchmal geschehen aber doch Wunder, und zwar in einem wirklich humoristischen Zusammenhang. Ken­nen Sie die Geschichte von dem bekannten Berliner Humoristen, der hier mal einige Monate verbracht hat? Ganz Berlin ist heute noch voll von den Sachen, die er sich hier geleistet hat. Er ist ja die verkörperte Intelli­genz im Humorformat, und er braucht nur einen Satz zu sagen, dann lacht schon alles. Goebbels ließ ihn eine

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