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ZWISCHEN TOD UND LEBEN
dazu bei, meine innere Haltung zu den Fragen des Lebens entscheidend zu beeinflussen.
Der Sommer liegt über dem Land. Es ist der fünfte Kriegssommer. Auf dem Gefängnishof ist es jetzt während des Mittags brütend heiß. Der riesige Backsteinbau des Gefängnisses hat sich so voll Hitze gesogen, daß wir auch nachts kaum Kühlung empfinden. Und sonntags finden auf dem großen Sportplatz hinter der Gefängnismauer Aufmärsche und Feste statt, deren Lautsprechermusik uns in den Ohren gellt und eine schauerliche Begleitung bildet zu den menschlichen Tragödien, die hier täglich ihren Abschluß finden, zu dem Unmaß von Leid und Not.
Es ist wieder einmal Fliegeralarm. Aber noch sind die Feindflugzeuge fern. Wir sitzen im Keller in einer kleinen Gruppe, ich selbst zufällig neben Professor K. Nach längerem Schweigen fragt H., wohl um nur irgend ein Thema anzuschneiden, über die Zusammenhänge seines Prozesses. Professor K. funkelt seinen Nachbarn durch die Brille an. Es ist der lange, hagere Gutsbesitzer v. G. aus Ostpreußen . Man kann sich keine größeren Gegensätze denken als diese beiden, die hier wegen des gleichen Vergehens angeklagt sitzen. Der kleine, dickliche Professor mit dem etwas verwahrlosten Äußeren, die verkörperte Intelligenz, und der etwas müde Aristokrat, ein ehrlicher, fast etwas steif korrekter Mann alter Schule, etwas zurückhaltend, unbewußt mißtrauisch gegenüber seiner Umwelt, aber doch mit dem Gepräge einer gewissen Würde und Grundanständigkeit. Als dritter
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