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ZWISCHEN TOD UND LEBEN
R.", fügt er gleichsam warnend hinzu. Ich fühle mich von dem Mann zugleich angezogen und abgestoßen. Sollte sich G. geirrt haben? Ich weiß, was auf dem Spiele steht, muß an meines Anwalts Worte denken, der mich zum Abschied nochmals so dringend vor Spitzeln gewarnt hat. Während ich mich auf dem Schemel sitzend einseifen lasse, frage ich ihn- nach seiner Strafe. ,, Ich bin ein Politischer, fünf Jahre Zuchthaus, man hat mir nichts beweisen können." Seine Augen bekommen einen fanatischen Glanz; sie blicken kalt und hart und haben nichts mehr von der schläfrigen Gleichgültigkeit von vorhin.
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Ich kann mich nicht entschließen, dem Mann mein Vertrauen zu schenken. Er erzählt mir Einzelheiten von der Flucht der Kameraden, die beim Brotholen entwischt sind. Sie sind einzeln bei Tage mit russichen Papieren, als Bauern verkleidet, ganz offen durch die Postenkontrolle gegangen. Wir sprechen hin und her. Ich bleibe unfrei. Vielleicht soll ich doch offen sprechen? Da fragt mein Besucher ganz gerade heraus: ,, Du willst Dich doch von diesen Bestien nicht umbringen lassen?" ,, Keinesfalls", antworte ich, aber meine Gedanken sind nicht bei seinen Worten, sind mit dem Problem dieses Mannes beschäftigt. Da kommt die Wache zurück. Der ,, blonde Harry" verabschiedet sich. Seinen Gesichtsausdruck kann ich nicht deuten. Die Augen zeigen eine schläfrige Gleichgültigkeit.
G. ist am nächsten Morgen sehr erstaunt, als ich ihm beim Waschen meine Bedenken vortrage. Fast stutzt er
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