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Wehrwissenschaftliche Zweckforschung

Auf einem der Revierblocks wurde auf Anweisung des ‚In- stituts für wehrwissenschaftliche Zweckforschung ein Wasser- bassin eingebaut von zirka 4 Metern im Quadrat. Das Wasser wurde stets auf einem gewissen Kältegrad gehalten, gewöhn- lich auf 4 Grad.

Es sollte ausprobiert werden, wie lange ein ins Meer ge- stürzter Flieger am Leben bleibt, wenn er das Unglück haben sollte, über dem Meer abgeschossen zu werden. Weil nun die Soldaten der Luftwaffe junge, kerngesunde Menschen waren, wurden für diesen Zweck auch junge, kerngesunde Gefangene verwendet. Allerdings waren Gefangene, die diesen Anforde- rungen entsprachen, ziemlich rar gesät, besonders was den Er- nährungszustand betraf, aber es gab ja so viele SS.-Küchen, in denen Gefangene beschäftigt waren und daher noch besser bei Fleisch waren.

Mit dem Aussuchen der Opfer wurde gewöhnlich der Sturm- führer Hoffmann, ein Gastwirtssohn aus Hof in Bayern , beauf- tragt. Abends beim Einrücken der Arbeitskommandos pflanzte er sich am Tor am Jourhaus auf und jeden Gefangenen, den er herauszog, schrie er an:Komm her, Du Stück Scheiße! Und wenn er seine Gefangenennummer notiert hatte:Hau ab, Du Stück Scheiße! Der Mann hatte dauerndScheiße im Mund.

Am anderen Tage wurden die Ausgesuchten ins Revier ge- bracht, in eine Fliegerkombination gesteckt, mit Schwimmweste versehen und ins Wasser gestoßen.

Wenn das Institut für wehrwissenschaftliche Zweckforschung wissen will, wie lange ein Flieger in 4 Grad kaltem Wasser am Leben bleibt, dann muß man dasVersuchskaninchen sterben lassen, und weil nicht jeder Mensch gleich ist, muß man ein paar Dutzend sterben lassen, damit man den Durch- schnitt ziehen kann; und so geschah es auch.

Als man so weit war, zog man die im Wasser Schwimmen- den, völlig Erschöpften aus dem Wasser und versuchte sie mit allen möglichen Mitteln-wieder aufzutauen. Bogenlampen, Rot- licht, warmes Wasser, Alkohol und Schläge, dies alles wurde angewandt.

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