treten. Scharen von Krähen ließen sich auf den ver- wesenden Leichen in den Straßen nieder.
Manchmal hörte man, wenn man durch die Ruinen ging, in der Grabesstille plötzlich ein schwaches, verzweifeltes Stöhnen. Dann durchsuchten wir den Schutt. Lautes Rufen war gefährlich, und wenn. wir in die Nähe eines Verwundeten kamen, verhielt er sich still, aus Angst, wir könnten Deutsche sein. Einmal fand ich eine Frau mit ihrem Kind; sie hatten beide tagelang nichts zu essen und auch kein Wasser gehabt und waren mehr tot als lebendig. Mehr als einmal baten uns die Ver- wundeten:„Tötet mich!" Wir wußten zwar, daß dieses Verlangen nur vernünftig war, aber wir hatten nicht das Herz, zu schießen. Viele andere waren durch das Grauen und die Qualen unseres Daseins irrsinnig geworden und wanderten jetzt ziellos im Getto umher.
Seit Beginn des Aufstands waren nun drei Wochen verstrichen. Wir hungerten und konnten keinen Nachschub erhalten. Die Zeit verging in endlosen Gesprächen— wir redeten über den Hunger, sprachen immer wieder von Einzelheiten der Schlacht mit den Deutschen und ständig von Palästina, das keiner von uns hatte erreichen können.
Wir saßen in einer Falle, und die einzige Aus- sicht, die wir hatten, war die auf einen langsamen Hungertod. Was konnten wir tun? Die Verbindung mit der Stadt war völlig abgeschnitten. Berl Broide schlug vor, wir sollten am hellen Tage die deut-
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