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Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
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zurückstehen, er wollte auch, ganz wie sie, seine Pflicht erfüllen. Gerne wollte er die von der Mutter mitgegebene Welt leben, aber es war niemand da, der ihn verstand, keiner, der es mit ihm tat. So wurde diese Welt der Mutter überwuchert.

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Jezt in unseren Gottesdiensten wird diese Welt seines frü­Heren Herzens wieder geweckt. Aber auch alle Fragen und Zwei­fel und all die oberflächlichen Schlagworte melden sich und stellen sich zum Kampf.

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Eine Frage nach der anderen nehmen wir vor und richten das fragende und suchende und schreiende Herz wieder aus. Es ist ein richtiges Stück Arbeit. Aber - Manche sie lohnt. Frage bleibt jedoch unbeantwortet. Ja, manche Frage kann nur die Zeit und die Erfahrung eines Lebens mit Christus beant­worfen. Wir sprechen über den Titel eines Büchleins, den ein Professor so gefaßt hat: Bilden ungelöste Fragen ein Hinder­nis für den Glauben?" Beim Auseinandergehen sind wir uns in der Antwort einig: Nein!"

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Bei jedem neuen Kameraden, mit dem ich so sprechen kann, muß ich umschalten. So auch jeßt. Und immer wieder muß ich von der Hülle absehen, in der jeder steckt. Dieser Sachse trägt zum Beispiel einen toll zurechtgestußten Anzug". Dafür ist aber das Herz auf dem rechten Fleck. Er will Pfarrer werden und bittet um meinen Rat. Auf meine Frage, warum er gerade Pfarrer werden wolle, antwortet er: Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen, als den Menschen die Botschaft der Bibel zu sagen." Prachtvoll eine solche Begründung. Und dennoch sprechen wir nun noch lange darüber. Zu solch einem Beruf darf nichts Menschliches locken, auch nicht die Schön­heit des Berufes, wenn man alles Schwere und Harte über­sieht; sondern dazu darf und muß der Herr Jesus ganz allein berufen. Wen Christus in seine Nachfolge gerufen hat, der kann und darf und soll und muß andere in die Nachfolge Jesu rufen. Und wem Gott dazu den Weg des Pfarrerberufes öffnet, der

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