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Junge Christen hinter Stacheldraht : Erlebnisse im Gefangenenlager für Jugendliche / Oskar Schnetter
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stand hier ein großer Kreis Kameraden. Ich denke mir, da geb'ste auch einmal hin. Und wie ich hierhin komme, sehe ich, daß Sie vor dem Altar stehen und etwas erzählen. Da ich so etwas noch garnicht gehört habe, bleibe ich stehen und ich muß sagen, das hat mich auf einmal interessiert. Warum eigentlich, das weiß ich nicht. Und wie Sie gesagt haben, daß am nächsten Tag wieder solche Jugendstunden sind, da habe ich mir vorge­nommen: da geh'ste wieder einmal hin. Und dann habe ich gestern dabeigestanden und heute auch und nun muß ich erst ein­mal mit Ihnen darüber reden. Sie werden vielleicht darüber den Kopf schütteln, was ich Ihnen sage, aber das ist mir egal, ich muß es einmal sagen. Ich gehöre zu keiner Kirche und bin auch nicht konfirmiert. Meine Eltern sind aus der Kirche aus­getreten und haben mir auch nie etwas von der Kirche oder von dem Leben in der Kirche erzählt. Was ich von der Kirche weiß, das habe ich in der HJ und in der SS gehört. Da wurde immer nur geschimpft und geheßt, sodaß ich mir sagte: es wird schon stimmen. Deshalb habe ich mich nie damit beschäftigt, denn für so etwas ,, Rückständiges" und für so etwas ,, Un­klares" war mir die Zeit zu schade. Und jetzt, wo ich hier so etwas ganz anderes von der Kirche höre, vor allem von Christus, da kommen mir doch soviel Fragen und da stürmt so eine ganz andere Welt auf mich ein."

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Und nun sprechen wir über den Weg mit Christus, der ein Leben neu, froh und stark macht. Dabei haben wir oft kehrt gemacht und sind immer wieder quer über den ganzen Alfarplatz gelaufen. Bevor wir uns verabschieden, sagt er noch: Sie sprachen am ersten Abend über das Wort, Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.' Und ich spürte, ja heute weiß ich es: Jesus hat mich hier im Lager gesucht." Bei allen Stunden ist er dabei und seinen Augen kann man es ablesen, daß er jedes Wort so aufnimmt wie ein frockener Schwamm das Wasser.

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Einige Tage später frage ich ihn wie es geht. Darauf seine Antwort: ,, Es geht sehr gut. Die Welt sieht jetzt so ganz an­ders aus. Ich kann mich wieder richtig freuen. Und wissen Sie,

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