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Papier , auf dem jeder Leser seinen Namen mit voller Adresse einträgt. Dazu einen Spruch, der ihm beim Lesen ganz besonders wertvoll gewesen und ins Herz gefallen ist.
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Gegen Nachmittag hört der Regen auf. Der Lehmboden frocknet etwas ab und gegen 20 Uhr zieht mein ,, Küster" Helmut mit einigen Kameraden durchs Lager und lädt zur Abendandacht ein. Ich schaue hin zu unserem Altarplaz und warte auf die Besucher. Db sie nach solchem Regentag kommen werden? Ich brauche garnicht lange zu warfen, denn die ersten rücken schon an. Umvillkürlich fange ich an zu zählen 30 und immer werden es mehr. Jezt kommen sie von zwei Seiten, sodaß mein Zählen schwierig wird. Schon bin ich bei 100 angekommen und sie strömen immer noch, sogar noch stärker. Ich gebe es auf und gehe hin zu ihnen. Während die Letzten herzukommen, gehe ich durch die Reihen und reiche jedem die Hand. Dabei schaue ich mir die Gesichter an, von denen ein Teil zum ,, alten Stamm" gehört, andere ,, neu" sind. Die Sonne bricht nach ihrem Versteckspiel des Tages, wohl uns zuliebe, für einige Minuten durch die Wolkendecke und legt einen besonders feierlichen Schein auf unsere Abendandacht. Das mit weißem Sackleinen bespannte Kreuz unseres Altars wirkt durch die Sonnenstrahlen besonders wuchtig und schlicht zugleich. Zu diesem Kreuz schauen wir auf, zu unserem Herrn Jesus Christus , der an diesem Kreuz sein Leben für uns gegeben hat, damit für uns der Weg wieder frei wurde zu unserem Vater im Himmel.
Nach dem Abendlied, das heute aus den rauhen, fast eingerosteten Kehlen garnicht so recht klingen will, spreche ich über das Wort aus den„ Losungen der Brüdergemeinde“:„ So sei es nun euch kund, liebe Brüder, daß euch verkündigt wird Vergebung der Sünden durch Jesum. Wer an diesen glaubt, der ist gerecht." Apg. 13, 38-39. Und dann fassen wir unseren Dank und unsere Fürbitte, all unsere Wünsche und all unsere Hoffnungen zusammen, indem wir alle laut und gemeinsam beten: ,, Unser Vater, der Du bist im Himmel..." Wie früher auf unseren Jugend- Bibelfreizeiten, so ist es auch hier zur Sitte geworden, wir schließen die Hände zum großen Ring und sin
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