‚ Welzheim
N,
IM LEBENSKAMPF
*
Dazu sind die Jugendträume,
Daß sie heißes Wünschen wecken, Daß das Leben überschäume
Und sich alle Kräfte recken.
Daß du ohne Maß und Zagen Stürzest dich in das Gewühle, Daß dein Wollen und dein Wagen Greife nach dem höchsten Ziele.
x
Wenn in den Dämmerschein, das Dunkel Der Nacht des Lebens Ruh gelegt
Und wenn beim goldnen Sternengefunkel Einschliefe was das Herz bewegt,
Dann sehnt ich mich nach Nacht und Ruh.
Dann würd’ ich mich nach Ruhe sehnen, Wenn nicht millionenfaches Stöhnen, Das Stöhnen von zertret’nen Herzen, Zertreten von des Lebens Hufen; Wenn nicht millionenfaches Rufen
Weh durch die Nacht zum Ohr mir dränge.
In meiner Kammer engem Raum saß ich, das Haupt zur Ruh gelegt Hin auf des Tisches hartem Saum.
35


