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Hinter Gittern : Gedichte / von Otto Müller
Entstehung
Seite
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Geh ich dann über Wies und Steg

Mein Denk

Ganz ohne Fesseln wieder?

Ich starrte

Schutzhaftlager Welzheim

Und hilfes

Noch schwa

Sich drohe

MORGEN.

I.

Und griffe

Müd schleicht die Nacht aus meiner Zelle.

Ich lieg auf meinem Lager wach

Und starre in die fahle Helle.

Erwachend piept die Schwalbe unterm Dach.

Im nahen Garten hör' ich singen

Die Amsel, die ihr Morgenlied

So frisch und herzlich läßt erklingen,

Daß es mich auf zum Gitterfenster zieht.

Da häng ich an den Gitterstäben.

Den harten Zeugen meiner Pein.

Hinaus! Hinaus! Freiheit ist Leben!

Hier keimt der Tod im Eingeschlossensein!

II.

Ganz ohne Sternenschimmer war die Nacht

Und auch des Mondes zarter Silberschein Ward von der Wolken dunklem Tuch verhüllt.

Ich lag auf meinem Lager. Aufgewacht

Aus schwerem Traum. Noch war von seiner Pein

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Sich dräng

Sie sagten

Und freute

Sie zerrten

Und aufge

Wenn ich Und wider

Sie gaben Kein Droh

Die Bilder Entzog ke So lag ich Im Tod nu

Was ist d Wohl fehl

Wenn zau Aufblicker

Das leuch Das höher Das Ziel, Gerechtigh