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Mordhausen : Bericht eines Augenzeugen über Mauthausen, das berüchtigte Konzentrationslager / von Edmund Richard Stantke
Entstehung
Seite
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II. Teil

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I.

Wie aus dem ersten Teil meines Buches hervorgeht, waren wir Kon­zentrationslagerhäftlinge nur eine Nummer, und als solche mußten wir uns vieles bieten lassen, ganz gleich ob es uns angenehm war oder nicht. Und mir war es unangenehm genug, von Mauthausen , so paradox das klingen mag, gezwungenermaßen Abschied nehmen zu müssen, um in ein anderes Lager transportiert zu werden, noch dazu in eines, das an Sauber­keit sehr zu wünschen übrig ließ.

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Gusen I, ein Nebenlager von Mauthausen , war durch Krankheiten aller Art und Ungeziefer von oben bis unten verseucht. Und ein Schrecken überfiel jeden, der nach Gusen mußte, so auch mich. Aber was blieb einem Obwohl ich in übrig? Man war ja, wie gesagt, nur eine Nummer! Gusen fast ein ganzes Jahr bis zu meiner Befreiung zubrachte, konnte ich mich dort nicht einleben. Es war daselbst ein Völkergemisch, das wohl dem des Turmbaues zu Babel in keiner Weise nachstand. Hatte schon die Lagerleitung für Sauberkeit bei den Häftlingen nicht viel übrig, so taten jene, wenn sie nicht getrieben wurden, überhaupt nichts für ihre Reinlich­keit, sodaß eine Läuseplage entstand, die unbeschreiblich war. Die Folge davon war Typhus . Gewiß, ich gebe zu, die Wäsche, die Kleidung sowie die Medikamente waren mangelhaft, aber es hätte vieles vermieden werden können, wenn die Häftlinge selbst mehr auf Reinlichkeit bedacht gewesen wären. Es war zum Lachen und sah komisch aus, wenn irgendeiner von den Balkanstämmen, mitten im Sommer barfuß, aber mit einem Pelz bekleidet und der Pelzmütze auf dem Kopf daherschritt. Sie wurden von uns ,, Kre­tiner" oder ,, Muselmann" genannt.

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Der Schutzhaftlagerführer Seidler, der dem Kommandanten von seine Brutalität kannte keine Mauthausen unterstellt war, ein Chemnitzer Grenzen war alles andere, nur kein gemütlicher Sachse. Er schämte sich nicht, Todgeweihte noch eigenhändig mit Stockhieben zu züchtigen.

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Meine einzige Freude waren wieder die guten alten Kameraden, die Spanier! Ich habe sie auch hier, wie in Mauthausen , in mein Herz geschlos­Musik, Theater und Sport wurden auch hier gepflegt. Interessant waren die Fußballspiele. Sogar Länderspiele wurden ausgetragen, einerseits zwischen Polen und Spaniern, anderseits zwischen Deutschen und Spaniern.

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Die Arbeit war vielseitiger als in Mauthausen . Da waren die Steyr- und die Messerschmittwerke, bei denen Häftlinge arbeiteten. Der Steinbruch war auch vorhanden, aber die abscheulichste Arbeit war hier der Stollenbau. Außer dem Steinbruch wurde bei den übrigen Tag und Nacht gearbeitet, sodaß das Lager immer in Unruhe war. Die Stollen, die in die Berge ge­trieben wurden, um Steyr und Messerschmitt unterzubringen, da man eine Bombardierung Gusens befürchtete, haben vielen Häftlingen durch Ein­stürze das Leben gekostet. Hunger und Krankheiten trugen auch das ihre

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