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Mordhausen : Bericht eines Augenzeugen über Mauthausen, das berüchtigte Konzentrationslager / von Edmund Richard Stantke
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eine Lösung zu finden, durch die er seinen Posten loswerden konnte. Er trank sich einfach einen Rausch an und benahm sich so, daß jeder SS- Mann darauf hereinfallen mußte. Sein Blockführer fiel auch tatsächlich darauf herein. ,, Du Lump, kaum ein paar Wochen Blockältester und schon sau­fen! Na, eine Meldung ist Dir sicher, die Strafkompanie auch." M. stand stramm, soweit es sein Zustand erlaubte. Sein Trick schlug ein, und eines Tages trug er wieder treu und brav Steine. Er ist einer von denen, die im Lager nicht unterzukriegen waren, obwohl er sogar schon mehrere Male im Krematorium zum Verbrennen lag. Trotz seiner Wildheit möchte ich ihn nicht missen. Unsere Wege haben sich später, da er in ein anderes Lager kam, getrennt, um sich nach Jahren, bei der Befreiung, wieder zu treffen. Doch davon später.

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Lagerstrafen für Bagatellen waren an der Tagesordnung. Den ,, Bock" habe ich schon beschrieben. Eine der rohesten Lagerstrafen war der ,, Baum". Die Frage: wie mag der Mensch beschaffen gewesen sein, der auf jene teuf­lische Idee kam, beschäftigt mich heute noch. Hatte ein Insasse aus Hunger etwas organisiert oder versuchte auf irgend eine Weise zu fliehen, dann kam er an den ,, Baum", sei es um Näheres zu ergründen, sei es um Mitwis­ser oder Helfer in Erfahrung zu bringen. Mit Wollust gab sich die SS, meist waren es Unterführer, dem Schauspiel dieser Quälereien hin. Gummi­knüppel, Stiefelabsätze und die Bluthunde dienten als Werkzeug. Die Hände des Häftlings wurden auf dem Rücken zusammengebunden, und der Körper an einem Querbalken des Zimmers hochgezogen. Das war die größte Folter­stätte, die je mein Auge sah. Durch das Hochziehen des Körpers sind dem Bedauernswerten erst mal die Arme ausgekugelt worden. Um größere Schmerzen zu erzielen, wurde der Gehangene noch hin und her geschleu­dert. Sagte er darnach noch nichts aus, so wurde er mit den Beinen nach oben aufgehangen und die Bluthunde ,, Prinz" und ,, Lord " nahmen ihre Tätigkeit auf. Was da geschah, ist eigentlich in Worten nicht zu schildern. Wenige haben solch eine Prozedur überstanden, viele sind vor solch einer Kulturschande freiwillig in den Tod gegangen. Der Tod lauerte über­haupt an allen Ecken und Enden. Hatte einer aus Müdigkeit den Appell verschlafen, war sein Tod besiegelt. Das ganze Lager wurde vom Block­personal abgesucht, wir übrigen mußten auf dem Appellplatz stehen, bis man ihn fand. War der Betreffende noch am Leben vielfach wurde er beim Finden schon erschlagen dann kam er am Turm an die Kette, und jeder beliebige SS- Mann konnte mit ihm machen was er wollte. Überstand er dies, so rückte er am andern Morgen, immer noch am Turm stehend, mit dem Steinbruchkommando aus, um als Leiche zurückzukehren.

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Vergessen werde ich nicht den Fall einer gut ausgedachten Flucht. Zwei Freunde, sie lagen in meinem Block, hatten eine Idee gefunden, um aus dem Lager zu entkommen. Leider sind mir ihre Namen entfallen. Einer war

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