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Im linken Infraklavikularraum kirschgroße Infiltration
135. VII. 4. Derselbe Befund. R
21. V11.44. 0.B.=
9. VII. 44. Links infraklavikular weiche Schatten, linker Hilus stark vergrößert. R. u. Zwerchfell adhärent.
25. VIII. 44. Rechts seitlich großes Fxsudat, das bei Drehung des Pa- tienten nach r. y. zwei Spiegel zeigt. Der untere waagerecht handbreit hoch, nach hinten sich erstreckend, ein zweiter Schatten von innen nach eben schräg verlaufend. Die linke Lunge zeigt im Mittel- und Unterfeld vom Hilus ausgehend schattende, zusammenhängende Flecken. Nach oben zu einige weichere Schatten.
Rechts besteht ein großes basales und damit in Verbindung stehendes interlobäres Exsudat.
Röntgendiagnose: Progrediente Phthise links.
4. IX. 44. Rechts-großes interlobäres Exsudat, welches in den oberen Teil der Lunge hineinreicht und sich besonders im gemeinsamen Spalt lokalisiert. Darüber Kompression der angrenzenden Lungenteile.
Links infraklavikulär einzelne weiche Schatten.
Das Exsudat r. s. ist ganz hell und'klar, in dicker Schicht etwas hämorrhagisch. Ph gleich 7, Albumen 0,8%o, spez. Gewicht 1008.
Das Exsudat enthält wenig Leukocyten, und zwar etwa 1/3 Lympho- cyten, 1/3 Zellen, die sich als Phagothelien darstellen, aber sich schwer färben. 5
Epikrise,
Der Fall ist in verschiedenen Richtungen interessant. Die Ver- schiedenartigkeit der Röntgenbefunde erklärt sich daraus, daß die Befunde nicht vom gleichen Untersucher stammen und daß der Röntgenbetrieb so massenhaft war, daß bei den Durchleuchtungen
die Ermüdung des Untersuchers eintreten mußte. Jedenfalls geht-
trotzdem aus den Röntgenbefunden hervor, wie rapid und wie schleichend Tuberkulosen sich in Theresienstadt entwickelten. Ebenfalls sieht man aus dem Befund/wie die dort bestehende Nei- gung zur Transsudation die Exsudatbildung beeinflußte und wie hier‘ein zweifellos tuberkulöses Exsudat die typisch chemische Zusammensetzung eines Transsudates annahm und auch die mor- phologische Formel veränderte, sodaß die sonst bewährten diagno- stischen Befunde der tuberkulösen Exsudate hier nicht zutrafen.
Avitaminotische Erscheinungen an der Haut.
Die Haut ist bekanntlich gegenüber Schädigungen, die den Organismus treffen, sehr empfindlich, und man kann mit Recht >» aus dem Zustand der Haut auf den allgemeinen Gesundheits- zustand schließen. Die kombinierten Avitaminosen haben die Haut und Anhangsorgane schwer getroffen. Die Neigung zu eiternden Prozessen haben wir schon an andrer Stelle erwähnt. Hinzuzu- fügen ist die außerordentlich große Neigung zu Dekubitus. Rha- gaden zum Beispiel, die durch Kälteeinflüsse entstanden waren,
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