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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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in der Ernährung die Ursache sind, wie sie bei der dauernden Stallhaltung oft nicht zu vermeiden sind. Die gleiche Ursache dürfte vielleicht auch das Sterben unserer in ungeeigneten Ställen gehaltenen Versuchstiere z. T. bedingen.

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Wir wissen heute, daß? Avitaminosen, besonders auch B- Avita­minosen nicht nur durch mangelnde Vitaminzufuhr bedingt werden, sondern daß es mehr noch auf Störungen der Vitamin­resorption und auf etwa eintretende Vitaminzerstörung ankommt. Kollege HERMANN glaubt, durch Zuführung von Salzsäure oder ähnlichen Präparaten die Vitaminresorption fördern zu können, so daß oftmals eine Besserung eintritt, ohne daß medikamentöse Vitaminzufuhr erfolgt wäre. Er hat u. a. bei der Osteoporose, als im 2. Halbjahr 1944 diese Erkrankung auch oft ohne Kombination mit Darmerscheinungen an Häufigkeit sehr zunahm, kleine Dosen von Adrenalin 0,1 mg und weniger gleich 0,1 ccm wandt, weil bei größeren Dosen, besonders in häufigerer An­wendung, z. B. Vagotoniker, unangenehme Erscheinungen am Ge­fäßsystem aufwiesen. Er kam dann auf den Gedanken, die Adrena­linzufuhr der normalerweise erfolgenden Adrenalinausschüttung anzugleichen. Er gab schließlich nur noch 0,01 mg täglich und fand hierbei die optimale therapeutische Wirkung. Die Kombi­nation mit Vigantol gibt noch bessere Resultate. Es trat selbst bei schwersten Patienten, die völlig zum Liegen gekommen waren, oft eine Besserung ein, und nach 3 Wochen wurden viele wieder geh­fähig. Daß in einer Reihe von Fällen geradezu erstaunliche Re­sultate erzielt wurden, habe ich mich wiederholt selbst überzeugen können. Manches Mal ließen die unerträglichen Schmerzen schon nach 3-5 kombinierten Injektionen nach. Es wurde schließlich so vorgegangen, daß 10-14 Tage in der Dosis von täglich 0,01 mg Adrenalin gegeben wurde, bis dann nach dieser Vorbehandlung die Behandlung mit täglich 5 Tropfen Vigantol einsetzte. Bei Fällen, welche schon auf Adrenalin allein eine Besserung gezeigt hatten, genügte es oft, wenn nur 4-5 Tage Vigantol gegeben wurde. Aber auch in den Fällen, die auf Adrenalinbehandlung nicht angesprochen hatten, gelang es oft nach wenigen Tagen Vigantoldarreichung noch einen Erfolg zu erzielen. Der Erfolg blieb erhalten, auch wenn mit den Adrenalin- Injektionen dann allmählich aufgehört wurde. Bemerkenswert ist das rapide Ein­setzen der Besserung, das den Vergleich mit der Nicotinamid­behandlung bei Pellagra nahelegt. Unter dieser Behandlung der Osteoporose wurden auch die enteritischen eventuell vorhandenen Erscheinungen nicht verschlechtert, sondern eher gebessert. Die Behandlung der Osteoporose mit kleinen Adrenalinmengen dürfte eine wertvolle Bereicherung unserer Behandlungsmethoden dar­stellen, und wir dürften hier auf dem Wege zu einer kausalen Be­

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