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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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keine erfreuliche Erscheinung, und man wird wohl kaum eine derartige Ernährung zu therapeutischen Zwecken empfehlen können. Übrigens blieb in einzelnen Fällen ein hoher Blutdruck fixiert, ohne daß man herausfinden konnte, worauf dies beruhte. Die Theresienstädter Ernährung stellt ein Ernährungsexperi­ment allergrößten Maßstabs dar, wie es so leicht nicht wieder. angestellt werden kann und hoffentlich sobald nicht wieder ange­stellt werden wird. Es gab doch eine größere Anzahl von Per­sonen, die drei Jahre und länger diesem Ernährungsregime unter­stellt waren. In gewissem Maße kann es zur Nachprüfung der HINDHEDEschen Behauptungen verwendet werden. Zwar wurden die von HINDHEDE empfohlenen Kohlehydratmengen, besonders an Kartoffeln, nicht erreicht, aber es war dies auch gar nicht mög­lich, weil schon die dargebotenen Kohlehydratmengen zu erheb­lichen Störungen der Darmfunktion Veranlassung gaben. Die sogenannten Überalterten" bekamen die geringsten Nahrungs­mengen, also täglich nur etwa 330 g Brot, Fleisch und Zucker pro Woche etwa 50-60 g, Fett ca. 60 g. Es sollen dieser Altersklasse rechnungsmäßig etwa 1650 Kalorien zugeführt worden sein, aber dies war auf dem Papier, da von diesem Betrag die nicht unerheb­lichen, aber bei dem allgemeinen Hunger nicht ganz unverständ­lichen Unterschleife abgingen. Ich glaube daher nicht, daß es bei. 1650 Kalorien Mindestzufuhr zu den schweren Krankheitserschei­nungen und zu der unerhörten Mortalität gekommen wäre, wie sie sich aus unserer nach amtlichem Material aufgestellten. Mor­talitätsstatistik ergibt. Auch glaube ich nicht, daß bei 1650 Kalo­rien die alten Leute scharenweise in den Müllkästen nach noch eẞ­baren Nahrungsabfällen gesucht hätten! Wir sprechen hier aus eigener trauriger Erfahrung. Daß sich in den Müllkästen etwas Eẞbares befand oder etwas, das der Hunger für eßbar halten. ließ beruhte darauf, daß eine Anzahl der Lagerinsassen Päck­chen erhielt, besonders die Tschechen, Dänen und andere. Die deutschen Lagerinsassen waren in dieser Beziehung besonders schlecht gestellt, weil die meisten unserer deutschen Bekannten es für viel zu gefährlich hielten, auf diese Weise ihre Beziehungen zu Lagerinsassen zu offenbaren, soweit ihnen überhaupt bekannt geworden war, wohin man uns verschleppt hatte.

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Was man den alten Leuten entzog, wurde Kindern und Arbei­tenden zugeteilt. Die Verantwortung für diese Verteilung trägt die sogenannte Selbstverwaltung, da man nicht annehmen kann, daß die SS - Kommandantur ein Interesse an der Bevorzugung der Kinder gehabt haben könnte. Die alten Leute waren direkt offen­bar auch von der Selbstverwaltung zum Absterben bestimmt, und darum fand man bei ihnen nicht nur wegen ihres Alters die schwersten Mangelkrankheiten. Abgesehen von der zu niedrigen.

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