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normalen Verhältnissen, sehr überlegen müssen, welche Zwischen- räume zwischen die einzelnen Schutzimpfungen zu legen sind. Die gleiche Überlegung gilt für die Wiederholung der Typhus-Schutz-
impfung, die in Theresienstadt nacı meiner klinischen Auffassung
in zu kurzen Zeiträumen erfolgte?).:
Die schlimmsten Schädigungen durch die Schutzimpfung traten natürlich bei der Tuberkulose auf, indem stürmische Aktivierun- gen relativ ruhender Herde in großer Zahl beobachtet wurden. Dies führte dazu, daß die Tuberkulose als absolute Kontraindika- tion für die Schutzimpfung erklärt wurde. Aber damit war nicht viel geholfen, denn trotz aller Röntgen-Reihenuntersuchungen etc. war es so, daß in einem Drittel der Fälle die Tuberkulose erst auf dem Sektionstisch festgestellt wurde; selbst wenn sie die Todes- ursache war. Es hängt dies mit der Eigenart der Tuberkulose in- Theresienstadt zusammen, auf die wir noch zu sprechen kommen werden.— Noch aus einem andern Grunde konnte die Erklärung der Tuberkulose als Kontraindikation Schaden nicht in allen Fällen verhüten. Es ist ja bekannt, in welch hohem Prozentsatz anscheinend Gesunde, jedenfalls nicht an einer tuberkulösen Er- krankung Leidende, Träger eines tuberkulösen Herdes sind. Durch einwirkende Schädlichkeiten ist jeder dieser Herde aktivierbar. selbst ein total verkalkter. Glücklicherweise genügt in der Regel eine Typhus -Schutzimpfung oder die Anwendung der Protein- körpertherapie nicht, um solche Herde zu mobilisieren. Aber unter den Verhältnissen, unter denen die Insassen des Lagers lebten, war es offenbar und leider der Fall. Ich hatte erhebliche Schwie- rigkeiten, als ich in München an meinem Krankenhause diesen Standpunkt vertrat. Inzwischen haben auf dem ersten Mikrobiolo- gischen Kongreß in Göttingen LENZ und HARMS über die Schä- digungen berichtet, die sie bei der Wiederholung der Schutz- impfungsseren beobachtet haben, und so darf man annehmen, daß diese neuen Ansichten nicht mehr als Outsideranschauungen ange- sehen werden können.
Es ist noch eine Reihe von Erkrankungen und Krankheitszu- ständen zu erwähnen, die in Theresienstadt häufig waren und offenbar kausal durch die dort herrschenden Verhältnisse bedingt waren. Fast allgemein war eine enorme Gasbildung und dem- entsprechende Flatulenz vorhanden. Es handelte sich um Gas- mengen, bedingt durch die fast ausschließliche Kohlehydraternäh-
3) Nach der Niederschrift ist in„Klinik und Praxis‘, 1946, Nr. 10, eine Arbeit von RÖTGEN„Moro und Schutzpocken“ erschienen, die analoge Gedanken- gänge enthält.— Bei dauernder Unterernährung kann die vorher positive Moro- probe negativ werden, unter Umständen dauernd. Die Impfschäden der Impfung in Bezug auf Tuberkulose werden so wie von uns gedeutet. Interessant ist die Beobachtung, dass die Zuführung des Pocken-Impfstoffes genügt, um die schädliche Einwirkung auf den Verlauf der Tuberkulose herbeizuführen(der also, ohne dass die Impfung angegangen wäre, eintreten kann).
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