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und möglichst vollständiges Absterben der Insassen herbeizuführen ¹), und wenn dies nicht schnell genug gelang, so halfen die berüchtigten Transporte nach Birkenau, Auschwitz etc. nach. Über 80 000 Menschen allein von den Häftlingen in Theresienstadt sind diesen fast ausnahmslos ins Gas führenden Transporten zum Opfer gefallen.
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Wir werden später auf die Bedingungen zu sprechen kommen, unter denen die Theresienstädter Häftlinge lebten, wir wollen uns zunächst der Frage zuwenden, warum das Ergebnis für die Wissenschaft aus diesem großen und seltenen Krankengut relativ mager ausfallen wird. Es wurde in Theresienstadt ziemlich viel ärztlich gearbeitet, und es bestand sogar ein reges wissenschaftliches ,, Vereinsleben" in den Sitzungen wurde Vieles und Interessantes mitgeteilt, aber nichts davon protokolliert, gesammelt oder in irgendeiner Weise veröffentlicht. Da fast alle diese wissenschaftlich arbeitenden Ärzte spontan gestorben oder ins Gas gekommen sind, so sind alle diese wichtigen Arbeiten für die Menschheit als verloren zu betrachten. Wenn es schon sonst eine unvorstellbare Aufgabe wäre, die Jahressitzungen einer größeren medizinischen Gesellschaft aus der Erinnerung wiederzugeben, so ist dies in Theresienstadt völlig unmöglich gewesen, da die Folge der Konditionen, besonders der Ernährung, ein weitgehender Gedächtnisschwund war. Selbst schwerstwiegender Dinge erinnerte man sich nach einiger Zeit nicht mehr, wenn man sie nicht schriftlich fixiert hatte. Ich persönlich hatte immer den Wunsch gehabt, daß an einer Stelle mindestens die im medizinischen Verein vorgetragenen, zum Teil sehr wertvollen Beiträge erhalten blieben, konnte dies aber nicht durchsetzen. So ist es gekommen, daß unschätzbares Material verlorenging. Wenn ich nur daran denke, was für wertvolle hämatologische Feststellungen Prof. HANS HIRSCHFELD (+) an diesem Material gemacht hat, so kann man diesen Verlust nur tief bedauern.
Ich bin einer der ganz wenigen übrig gebliebenen Ärzte, und ich will versuchen, aus einem großen Material, das ich als Konsiliarius der Innern Abteilung des allgemeinen Krankenhauses gesehen habe, zu retten was zu retten ist. Ich hoffe, daß sich daraus wertvolle Hinweise ergeben, wenn auch vom klinischen Gesichtspunkt aus die Untersuchungen nicht immer als völlig abgeschlossen betrachtet werden können. Die medizinische Ausstattung an therapeutischen Apparaten, Röntgenapparaten etc., war gut, und ich habe noch nirgends so viel röntgen sehen, wie in Theresienstadt, wo man selbst an akuter Pneumonie Leidende auch im Winter über das Terrain zum„ Röntgenesieren" schickte und die Perkus
1) cf. aus dem grossen Nürnberger Prozess ,, biologische Vernichtung".
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